Zellsensor der Narbenbildung (Wissenschaftsbild des Tages)
Ein Forschungsteam der UCD School of Medicine hat untersucht, warum der Körper nach Verletzungen manchmal unkontrolliert Gewebe vernarbt. Üblicherweise repariert der Körper Schäden mithilfe von Fibroblasten. Diese Zellen produzieren Fibronektin und Kollagen, ziehen die Wundränder zusammen und bauen ein temporäres Gerüst, damit Gewebe heilen kann.
Probleme entstehen, wenn Fibroblasten nicht aufhören, Fasern zu produzieren. Anstatt zu heilen, wird das Gewebe dicker, steifer und weniger funktionsfähig. Es kommt zur Narbenbildung (Fibrose).
Die Forscher entdeckten, dass die Fibroblasten spezifische Oberflächen-Greifer, so genannte α5β1-Integrine, nutzen, um kranke Fasern zu erkennen. Berühren die Zellen diese ausgerichteten Fasern, strecken sie sich weiter aus, verankern sich fester und lösen frühe Fibrose-Signale aus.
Dieser Prozess führt in der Folge zu noch mehr Narbengewebe. Die Forscher sehen in den α5β1-Greifern nun einen vielversprechenden Ansatzpunkt, um chronische Vernarbungsprozesse künftig zu stoppen.
Das Bild zeigt eine ausgerichtete Fibronektin-Mikroumgebung. Sie steuert die Zell- und Gewebeausrichtung.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 9.4.2026 (Bild: UCD Research and Innovation)

