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Regenerative Medizin und Stammzellenforschung
3D-Zellkultur: 9.000 auf einen gleichmäßigen Streich

Von Cordula Böttger Applikationsspezialistin im Bereich Life Science, Heidolph Instruments GmbH & Co. 5 min Lesedauer

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Konstante Startbedingungen für 3D-Zellkulturmethoden: Eine spezielle Plattform erlaubt die Züchtung von bis zu 9.000 einheitlichen und größenkontrollierten Sphäroiden – und das ohne Notwendigkeit einer Vorbehandlung der Platte und Zentrifugieren nach der Aussaat.

Abb. 1: Die Arbeit mit der gebrauchsfertigen SP5D ist besonders anwenderfreundlich, sodass der Umgang mit der Plattform schnell erlernt ist: Die Anzucht erfordert keine Vorbehandlung. Auch der Medienwechsel gestaltet sich durch einfaches Pipettieren sehr komfortabel.(Bild:  Kugelmeiers Ltd.)
Abb. 1: Die Arbeit mit der gebrauchsfertigen SP5D ist besonders anwenderfreundlich, sodass der Umgang mit der Plattform schnell erlernt ist: Die Anzucht erfordert keine Vorbehandlung. Auch der Medienwechsel gestaltet sich durch einfaches Pipettieren sehr komfortabel.
(Bild: Kugelmeiers Ltd.)

Dreidimensionale Zellkulturexperimente erlauben eine Wachstumssimulation, die näher an den Vorgängen im menschlichen Körper ist. Aus diesem Grund gewinnen sie insbesondere in den Life Sciences immer mehr an Bedeutung. Jedoch sind viele Plattendesigns in Bezug auf die Reproduzierbarkeit oder maximale Anzahl an gezüchteten Zellclustern in einem Versuch limitiert. In der Folge ist die 3D-Zellkultivierung für viele Labore zeit- und kostenintensiv. Deshalb hat das mit Heidolph Instruments verpartnerte Start-Up, Kugelmeiers Ltd., die SP5D-Zellkulturplatte entwickelt, die ohne diese Begrenzungen auskommt. Ihr 5D-Prinzip kombiniert dabei die drei räumlichen Dimensionen mit den Faktoren Zeit und Zell-zu-Zell-Kommunikation: Das spezielle Design erlaubt die kontrollierte, zügige Züchtung von bis zu 9.000 gleichmäßigen Clustern auf einer Platte, was einen größeren Ertrag pro Durchgang ermöglicht.

Die SP5D ist direkt einsatzbereit; eine Vorbehandlung der Platte und Zentrifugieren nach der Aussaat entfallen. Die speziell entwickelte, patentierte Geometrie und eine besondere non-fouling-Beschichtung klinischen Grades gewährleisten ein gleichmäßiges Wachstum, sodass die Ergebnisse besonders präzise und zu einem höheren Grad reproduzierbar sind. Es konnten bereits erfolgreich zahlreiche Zellgattungen in der Platte gezüchtet werden, darunter menschliche Insel- und embryonale Stammzellen sowie Maus-Stammzellen.