Worldwide China

Knauer feiert und vergibt Wissenschaftspreis

55 Jahre für Fortschritt und Menschlichkeit in der Wissenschaft

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Knauer-Geschäftsführerin Alexandra Knauer mit Berlins Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach (SPD)
Knauer-Geschäftsführerin Alexandra Knauer mit Berlins Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach (SPD) (Bild: Knauer Wissenschaftliche Geräte)

Der Berliner Labormessgerätehersteller Knauer feierte am 2. Oktober 2017 in seinem Headquarter in Berlin-Zehlendorf sein 55-jähriges Firmenjubiläum und nahm die Feier zum Anlass einen mit 25.000 US-Dollar dotierten Wissenschaftspreis zu verleihen.

Berlin – Jubiläumsfeiern sind meist Anlass für einen Rückblick auf Erfolge und auf das Erreichte, so auch bei der 1962 gegründeten Firma Knauer Wissenschaftliche Geräte. Grund zur Freude gibt es genug, denn was Dr.-Ing. Herbert Knauer einst mit Lötkolben, Laubsäge und einer genialen Idee für ein hochgenaues elektronisches Thermometer in der Küche der gemeinsamen Wohnung des Ehepaars Knauer begann, ist heute ein etabliertes Unternehmen mit 135 Mitarbeitern, das gefragte Chromatografie-Geräte entwickelt und diese weltweit vertreibt.

Beim Jubiläums-Festakt am 2. Oktober waren mehr als 100 Gäste und Gratulanten in Berlin-Zehlendorf versammelt: Stellvertretend für den Regierenden Bürgermeister war Berlins Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach (SPD) gekommen, der die Bedeutung von Mittelständlern wie Knauer für den Wirtschaftsstandort Berlin betonte. In der überwiegend dienstleistungsorientierten Berliner Wirtschaft sind laut Krach Technologie-Unternehmen als Arbeitgeber für die Region besonders wertvoll.

„Wir sind sehr stolz, auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zurückblicken zu können. Ständige Weiterentwicklung und hochmotivierte Kräfte sind wichtige Voraussetzungen, um in der High-Tech-Laborbranche zu bestehen“, sagte Alexandra Knauer am Montag im Rahmen des Festakts und dankte ihren Mitarbeitern für das große Engagement. Geschäftsführerin Knauer leitet das Familienunternehmen in zweiter Generation seit 22 Jahren und hatte es einst von ihren Eltern, Roswitha und Dr.-Ing. Herbert Knauer, übernommen.

Die HPLC – heute und im künftigen Labor

Die geladenen Gäste konnten zudem noch einiges lernen – Dr. Kate Monks, Abteilungsleiterin bei Knauer, stellte in ihrem Vortrag Grundlagen und Anwendungsbereiche der HPLC vor. Dr. Marc Diener, Abteilungsleiter bei Knauer, beleuchtete einige aktuelle Innovationen des Unternehmens. Mit Dr. Thorsten Teutenberg, Bereichsleiter Forschungsanalytik am Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA), konnten die Gäste zudem einen Blick in die Zukunft der HPLC werfen. Teutenberg stellte im Rahmen seines Vortrags das FutureLAB NRW und die Beteiligung des IUTA am smartLAB vor und sprach unter anderem über die Bedeutung von Miniaturisierung bzw. Lab-on-a-chip-Anwendungen, Digitalisierung und multidimensionaler Ansätze für die HPLC im zukünftigen Labor.

Humanity in Science Award verliehen

Höhepunkt des Festprogramms war am Vormittag die Verleihung des internationalen Forschungspreises „Humanity in Science Award“. Der mit 25 Tausend US-Dollar dotierte Preis zeichnet wissenschaftliche Leistungen aus, die dem menschlichen Leben eine grundlegende Verbesserung ermöglichen können. Der Preis wurde 2014 von der Fachzeitschrift „The Analytical Scientist“ ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich mit Unterstützung eines Industriepartners verliehen.

Die Fachjury wählte in diesem Jahr den Frankfurter Pharmazeuten und Betriebswirt Dr. Richard Jähnke als Sieger, der sich mit seinem Forschungsprojekt für die Bekämpfung der Verbreitung von minderwertigen und gefälschten Arzneimitteln in Entwicklungsländern einsetzt. Arzneifälschungen sind ein gefährliches Problem, weil diese Produkte oftmals nicht wirken und für die Patienten fatale Folgen haben können. Ein von Jähnke entwickelter Satz von Schnelltests im sogenannten GPHF-Minilab ermöglicht die einfache Prüfung 85 wichtiger Arznei-Wirkstoffe vor Ort. Jähnke nahm den Hauptpreis mit großer Freude aus der Hand von Rich Whitworth, Chefredakteur des Analytical Scientist (Texere Publishing) und Firmengründerin Roswitha Knauer entgegen.

„Etwas, das sich über die Jahre bei Knauer nicht geändert hat, ist unser Anspruch, präzise Werkzeuge für Wissenschaftler zu entwickeln, mit denen sie neue Erkenntnisse gewinnen können. Die Vision dahinter ist Fortschritt zum Wohle des Menschen. Der „Humanity in Science Award“ passt dazu in idealer Weise. Wir gratulieren Dr. Jähnke und auch den früheren Preisträgern herzlich“, sagte Alexandra Knauer und wünschte den Ausgezeichneten viel Erfolg mit ihren Projekten.

Mehr über den Humanity in Science Award finden Sie hier.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44931112 / Management)