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Fokussierung auf Kerngeschäft

Analytik Jena verkauft Optik-Geschäftsbereich

| Redakteur: Marc Platthaus

„Die Analytik Jena wird sich in ihrer strategischen Ausrichtung künftig auf ihr Kerngeschäft, die Laboranalyse, konzentrieren“, sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG.
„Die Analytik Jena wird sich in ihrer strategischen Ausrichtung künftig auf ihr Kerngeschäft, die Laboranalyse, konzentrieren“, sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG. (Bild: Analytik Jena)

Um sich weiter auf das Kerngeschäft Laboranalyse hat Analytik Jena den gesamten Geschäftsbereich Optics sowie Komponentenfertigung im thüringischen Eisfeld an einen neuen Investor verkauft. Langfristige Lieferkooperation zwischen Analytik Jena und dem Neueigentümer sichern den Standort.

Jena/Eisfeld – Analytik Jena hat seine Niederlassung Eisfeld zum Ablauf des 30. April 2016 an die Noblex GmbH veräußert. Noblex ist ein Tochterunternehmen der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft VF Capital. Ein entsprechender Vertrag wurde am 15. April von beiden Gesellschaften unterzeichnet. Neben dem Geschäft mit den optischen Consumer-Produkten der Marke Docter umfasst die Transaktion auch die Fertigung für Teile, Baugruppen und Komponenten für die Analysetechnik, welche die Analytik Jena in ihrem Kerngeschäft vertreibt.

Im Rahmen der Vereinbarung wurden wichtige Punkte über die weitere strategische Zusammenarbeit beider Vertragspartner geregelt. Wesentlich dabei ist, dass Noblex auch künftig die Fertigung von Teilen, Baugruppen und Komponenten für Produkte der Analytik Jena fortsetzt. Dies sichert dem neuen Eigentümer neben dem eigenständig weitergeführten Optics-Geschäft eine sehr gute Fertigungsauslastung sowie der Analytik Jena die qualitätsgerechte Belieferung für ihr Produktportfolio. Der entsprechende Rahmenliefervertrag wurde zunächst für drei Jahre abgeschlossen.

Alle 120 Mitarbeiter werden übernommen

„Die Analytik Jena wird sich in ihrer strategischen Ausrichtung künftig auf ihr Kerngeschäft, die Laboranalyse, konzentrieren“, sagte Klaus Berka, der Analytik-Jena-Vorstandsvorsitzende. „Im Vordergrund unserer Verhandlungen über die Veräußerung der Niederlassung Eisfeld mit dem Investor standen insbesondere, dass alle Beschäftigten am Standort auch künftig ihren Arbeitsplatz behalten werden. Vertraglich zugesichert wurde dem neuen Eigentümer zudem, dass Analytik Jena weiterhin ein zentraler Abnehmer der dort gefertigten Komponenten für Analysetechnik und damit wichtigster Kunde des Standorts bleiben wird.“

Im Geschäftsbereich Optics entwickelte und produzierte Analytik Jena unter der Marke Docter am Traditionsstandort Eisfeld in Südthüringen hochwertige Ferngläser, Zielfernrohre für den Jagdbereich sowie universell einsatzbare Reflexvisiere. Das zuletzt stagnierende Geschäft konnte in den vergangenen beiden Jahren durch neue Produkte wieder wachsen. So hatte Analytik Jena im März 2016 mit dem Quicksight das weltweit kleinste und flachste Reflexvisier auf der europaweit wichtigsten Branchenmesse IWA in Nürnberg vorgestellt. Diese speziell für die Anwendung für Flinten konzipierte Visiereinrichtung adressiert damit sowohl den Jagd- als auch den Sportwaffenmarkt. Noblex wird diese langjähre Kompetenz am Standort Eisfeld weiterführen und ausbauen.

Hohe Fertigungskompetenz am Standort vorhanden

„Unsere Unternehmensgruppe ist speziell auf Investitionen in Fertigungsunternehmen ausgerichtet. Mit der Analytik Jena-Niederlassung in Eisfeld haben wir einen sehr erfahrenen Fertigungsstandort mit langer Tradition erworben. Unser Ziel ist es, diesen Standort auszubauen, hier zu investieren und die Ausbildung von Fachkräften fortzuführen. Wir werden allen Beschäftigten eine langfristige Perspektive bieten und bauen darauf, dass wir mit Analytik Jena eine langfristige und für beide Seiten erfolgreiche Kooperation pflegen werden“, sagte Peter Vey, der Noblex-Geschäftsführer.

„Die Fokussierung der Analytik Jena auf ihre Kernkompetenzen im Instrumentengeschäft ist eine wichtige Voraussetzung dafür, den Ausbau unserer weltweiten Geschäftstätigkeit fortzuführen und weiter gezielt zu investieren“, so Berka weiter. Seit März 2016 ist die Analytik Jena AG eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Schweizer Familienunternehmens Endress+Hauser.

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