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Qualitätssicherung

Analytische Qualitätssicherung in der Betriebsanalytik

18.10.2010 | Autor / Redakteur: Klaus Pollmeier* / Marc Platthaus

Abb. 1: Moderne Kläranlagen zur Abwasseraufbereitung müssen regelmäßig überwacht und mit den erhaltenen Daten gesteuert werden, damit sie umweltgerecht und kosteneffizient arbeiten.
Abb. 1: Moderne Kläranlagen zur Abwasseraufbereitung müssen regelmäßig überwacht und mit den erhaltenen Daten gesteuert werden, damit sie umweltgerecht und kosteneffizient arbeiten.

In der Abwasseraufbereitung sind Betriebsmethoden zur Anlagensteuerung und -überwachung zu einem anerkannten Instrument geworden. Die Betriebsmethoden sind in der Regel einfacher und schneller als entsprechende Referenzverfahren jedoch an die Pflicht zur analytischen Qualitätssicherung gebunden. Wie Spektralphotometer die damit verbundenen Abläufe erleichtern, lesen Sie in diesem Beitrag.

Die Vereinten Nationen (UN) haben in ihrer Vollversammlung im Juli 2010 „sauberes Wasser“ zum Menschenrecht erklärt. Diese Erklärung zeigt die immer größer werdende Bedeutung des unschätzbar kostbaren Gutes für die Menschheit. Leider ist das Recht auf „sauberes Wasser“ nicht einklagbar, sodass weiterhin ca. 900 Millionen Menschen nicht ausreichend mit sauberem Wasser versorgt sind.

Viele Länder haben diese Problematik erkannt und bauen moderne Kläranlagen zur Abwasseraufbereitung. Diese Anlagen sind aber nur in der Lage umweltgerecht und kosteneffizient zu arbeiten, wenn sie regelmäßig überwacht und mit den erhaltenen Daten gesteuert werden. Da eine rein behördliche Überwachung mit DIN-Methoden zu aufwändig, kostspielig und für die Steuerung einer Anlage zu langsam ist, hat Deutschland Verordnungen erlassen, die diesem Umstand Rechnung tragen. Die Selbstüberwachungsverordnungen bzw. Eigenkontrollverordnungen der Länder erlauben die Verwendung von Betriebsmethoden im Vollzug des Abwasserabgabengesetzes nach § 4 Abs. 5. Dies hat dazu geführt, dass sich die Betriebsmethoden zu einem anerkannten Instrument der Anlagensteuerung und -überwachung entwickelt haben. Der grundlegende Vorteil der Betriebsmethoden ist die rasche Information gegenüber zeitlich und instrumentell aufwändigen Referenzverfahren. Weitere Vorzüge sind die vergleichsweise geringe Menge an Reagenzien und die Möglichkeit der Reduzierung des analytischen Gesamtaufwandes.

Die Erlaubnis zur Verwendung von Betriebsmethoden ist gesetzlich an die Pflicht zur analytischen Qualitätssicherung gebunden, welche alle Maßnahmen zur Absicherung der eigenen Untersuchungsergebnisse umfasst. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) hat mit dem Arbeitsblatt DWA-A 704 eine Möglichkeit geschaffen, die Betriebsanalytik qualitätsgerecht und dokumentiert durchzuführen. Alle Bundesländer fordern beim Einsatz von Betriebsmethoden eine analytische Qualitätssicherung, wobei ein Viertel der Länder direkt auf das Arbeitsblatt DWA-A 704 verweist.

Interne und externe Qualitätskontrolle mit IQK-Karten

Das Arbeitsblatt DWA-A 704 beschreibt die durchzuführenden Maßnahmen der internen und externen Qualitätskontrolle mit IQK-Karten. Die IQK-Karte 3 gibt z.B. vor, regelmäßig Mehrfachbestimmungen durchzuführen, um rechtzeitig Ausreißer erkennen zu können. Die IQK-Karte 5 fordert die Aufstockung von Realproben, um Matrixeffekte zu identifizieren. Die IQK-Karte 9 beschreibt die Prüfmittelüberwachung in Form der Kontrolle von Photometern, Thermoblöcken und Pipetten.

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