Trifluoressigsäure in Wasser und Umwelt Analytische Umgangsformen für die kleinste aller PFAS
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Es ist die kleinste der PFAS, doch hat größte Bedeutung für uns und unsere Umwelt: Triflouressigsäure, genauer gesagt das analytisch relevante Trifluoracetat (TFA). Weil es längst in allen Stufen unserer Trinkwasserversorgung nachzuweisen ist, sind neue Grenzwerte, Nachweismethoden und Monitoringmaßnahmen erforderlich. Ein Fahrplan für die Zukunft.
Trifluoressigsäure (CF3COOH) hat die kürzeste Kohlenstoffkette aller perfluorierten Carbonsäuren (perfluorocarboxylic acid, PFCA). Gemäß der aktuellen Definition der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zählt sie zur Gruppe der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) [1] und unterliegt damit besonderen Einschränkungen wie dem angekündigten EU-weiten PFAS-Verbot. In der aquatischen Umwelt liegt Trifluoressigsäure als starke Säure fast ausschließlich als Trifluoracetat (TFA, CF3COO-) vor (s. Abb. 1).
Bereits seit 2020 gilt für TFA in Deutschland ein, auf Basis der vorhandenen Informationen, toxikologisch begründeter Trinkwasserleitwert von 60 µg/l, wobei u. a. aus trinkwasserhygienischen Erwägungen eine TFA-Konzentration im Trinkwasser von 10 µg/l oder weniger anzustreben ist [2]. Die bisherigen Toxizitätsdaten, wie sie für die Ableitung des Trinkwasserleitwertes genutzt werden, müssen grundsätzlich jedoch als eher limitiert und überraschend lückenhaft gewertet werden. Aktuell kann eine Unterschätzung des Risikos – gerade angesichts der weiten Verbreitung von TFA – nicht ausgeschlossen werden [3]. Als wichtiger Ausgangsstoff findet TFA für die Synthese einer Vielzahl von Substanzen weitreichende industrielle Anwendung, u. a. in der Produktion von Arzneimitteln und Agrochemikalien zur Peptidsynthese sowie als Lösungsmittel und Katalysator in Polymerisierungs- und Kondensationsreaktionen [4].
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