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Für Neugierige hat die FDA schon mal ein Design fertig gestellt und für ausgewählte Parameter interaktive Grafiken zur Verfügung gestellt. Hier kann man sich den zeitlichen Verlauf von Reports, Medikamentenklassen und Indikationen anzeigen lassen, jeweils mit eigenen Filtern, etwa für Bluthochdruckmedikamente oder nach Altersgruppen und Geschlecht.
Obacht bei der Datenauswertung
Die Daten wurden anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf die behandelten oder meldenden Personen möglich sind. Die FDA weist aber ausdrücklich darauf hin, dass die einzelnen Berichte nicht gründlich verifiziert werden können. Eine gewisse Zuverlässigkeit ergibt sich jedoch aufgrund der schieren Masse an Informationen. Diese wiederum – auch das bleibt nicht unerwähnt – lässt keine Rückschlüsse auf kausale Zusammenhänge zwischen bestimmten Erscheinungen zu.
Aus diesem Grund sind alle potentiellen Nutzer der Daten aufgefordert, ihr Entscheidungen nicht nur auf Basis der angebotenen Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der abgefragten Produkte zu treffen. Liegen für ein Pharmazeutikum auffällig viele Berichte über negative Auswirkungen vor, ist die Relation zur Gesamtzahl an Verwendern zu berücksichtigen: Ein beliebtes Kopfschmerzmittel wird gegenüber einem spezialisierten Zytostatikum wegen seiner schieren Verbreitung ein Vielfaches an Einträgen bekommen, ohne grundsätzlich schlechter verträglich sein zu müssen.
Was genau ist die Food- and Drug Administration?
In den USA ist die Food & Drug Administration für Lebensmittelsicherheit und die Zulassung von Arzneimitteln zuständig. Die FDA beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und untersteht direkt der Gesundheitsbehörde der US-Regierung. Das englische Wort „drugs“ umfasst (wie im Deutschen die Drogerie) neben freiverkäuflichen und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch etliche alltägliche Produkte wie dekorative Kosmetik, Mund- und Haarpflegestoffe, Deodorants und Sonnenschutzmittel.
In ihren umfassenden Aufgabenbereich fallen weiterhin medizinische Verfahren, Tierarzneimittel, Impfungen, der Strahlenschutz und legale Drogen wie z. B. Tabakprodukte. Die FDA entscheidet über Zulassung oder Ablehnung auch importierter Produkte und verfügt damit indirekt über eine riesige Marktmacht. Kritiker bemängeln je nach Produktkategorie Fälle von Über- und Unterregulierung.
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