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Nach 100 Jahren Prozessanalytik

Arbeitskreis Prozessanalytik trifft Industrie 4.0

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Schaudel sprach mit Blick auf das Zukunftsprojekt Klartext: „Was mit dem „Internet der Dinge“ so langsam auch in den Prozessindustrien in Bewegung kommt, wird auch die PAT-Abteilungen dazu zwingen, ihr selbstgebautes und von innen verteidigtes Ghetto zu öffnen.“ Dafür müssten IT-Spezialisten in die PAT-Teams integriert und unternehmensweit neue Vernetzungen gebildet werden. Zudem forderte er die PAT-Verantwortlichen auf, die Kooperations- und Standardisierungsbemühungen der Plattform „Industrie 4.0“ aktiv oder über die Namur mitzugestalten.

Das eine wissensbasierte Produktion nur mithilfe intelligenter Sensoren gelingen wird, unterstrich Kessler. In Smart Factories werde man die gesamte chemische Zusammensetzung und gleichzeitig auch die morphologische Struktur der eingesetzten Materialien und Zwischenprodukte erfassen – sogar auf molekularer Ebene.

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Dafür seien neue Konzepte der Wissensvermittlung wie z. B. interdisziplinäre Masterstudiengänge notwendig. „In Zukunft werden Industriezweige nur dann innovativ sein, wenn sie in der Lage sind, Forschungsergebnisse aus höchst unterschiedlichen Bereichen so miteinander zu verknüpfen, dass neue Systeme und Produkte entstehen“, sagte Kessler.

Am zweiten Veranstaltungstag drehte sich alles um Prozessführung und Zukunftstechnologien. Dr. Martin Gerlach von Bayer Technology Services blickte auf die Trends, die sich derzeit in der PAT-Branche abzeichnen. Eine automatisierte Prozesssteuerung arbeite längst nicht mehr nur auf der Basis von Temperatur-, Druck- und Durchflussmessungen. Temperaturprofile und Einzelstoffkonzentrationen in der Großproduktion würden ständig an Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, Produktionen in der Prozessindustrie am Optimum zu fahren.

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