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Gefahrstoffe

Arbeitsplätze im Labor gefahrstoffgerecht einrichten

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Absaug- und Abluftsysteme

Laboratorien müssen mit ausreichenden, jederzeit wirksamen technischen Lüftungseinrichtungen ausgerüstet sein. Die Zuluft muss erforderlichenfalls erwärmt und zugfrei zugeführt werden. Der Luftaustausch sollte möglichst einen Wert von 25 m3/h pro m2 Nutzfläche nicht unterschreiten. Für Abzüge gelten besonders hohe Anforderungen an das Abluftsystem. Sie müssen so beschaffen sein, dass durch ihre Bauweise und Luftführung im Betriebszustand Gase, Dämpfe oder Stäube selbst in gefährlicher Konzentration oder Menge aus dem Abzugsinneren nicht in den Laborraum gelangen können, sich im Abzugsinneren keine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre bilden kann und die Bediener gegen verspritzende gefährliche Stoffe oder umherfliegende Glassplitter geschützt sind. Welche Mindestforderungen dabei einzuhalten sind, ist in der Norm DIN EN 14175 festgelegt.

Ein Höchstmaß an Sicherheit bieten dabei Abluftwäscher, die direkt vor Ort installiert werden. Sie können schädliche Umwelteinwirkungen minimieren und zudem verhindern, dass Abluftsystem und Ventilatoren von aggressiven Abgasen angegriffen werden. Hier werden hohe Abscheidegrade durch ein effizientes Abscheideprinzip, geringe Druckverluste und Funktion des Abluftwäschers auch bei Waschflüssigkeitswechsel gefordert. Das anfallende Waschwasser muss, wie auch das Laborabwasser vor der Einleitung in das öffentliche Kanalisationsnetz gemäß den Einleiterbestimmungen neutralisiert werden. Dies lässt sich durch eine dezentrale Neutralisationsanlage direkt am Ort der Entstehung, z.B. eingebaut im Unterschrank eines Laborabzugs, erfüllen.

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Notduschen

Da mit Gefahrstoffen in Berührung gekommene Körperstellen sofort gründlich abzuspülen sind, kommt Notduschen eine wichtige Aufgabe im Notfall zu. Für Labore gilt dabei, dass mit Wasser gespeiste Körpernotduschen innerhalb von 5 s zu erreichen sind. Augenduschen, die beide Augen sofort mit ausreichenden Wassermengen spülen können, sollen von jedem Arbeitsplatz aus unverzüglich erreichbar sein. Für eine schnelle und effektive erste Hilfe ist es besonders wichtig, dass die Notduscheneinrichtungen alle gesetzlichen Vorgaben und die jeweils gültigen Normen (EN 15154 Teil 1,2 und ANSI) möglichst übertreffen. So garantiert ein für diesen Zweck besonders konzipierter Notduschkopf optimale Sprühstärke und Wasserverteilung im Ernstfall. Dabei ist es sehr gut möglich, beschädigte Kleidung auszuziehen oder betroffene Körperstellen gezielt in den Wasserstrahl zu halten. Zur effektiven Nutzung ausgelegte Augenduschen können für schnelle Linderung bei Verletzungen der Augen sorgen. Dadurch, dass ein schräg nach oben gerichteter, exakt dosierter Spülstrahl in einer Höhe zwischen 10 und 30 cm über dem Sprühkopf umknickt, kann die verletzte Person beide Hände benutzen, um sich die Augen zum Ausspülen offen zu halten.

Fazit

Auch dort, wo mit Gefahrstoffen umgegangen wird, muss zügig und effizient gearbeitet werden können. Möglich wird das durch aufgabengerecht gestaltete und auf höchste Sicherheit ausgelegte Einrichtungen, die auf jeden Fall den jeweils gültigen Normen und Vorschriften entsprechen oder sie gar übertreffen.

* T. Gaßdorf: Excellence4Lab c/o Broen Armaturen GmbH, 64579 Gernsheim

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