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Kunststofflabor

Baylab plastics, „das Kunststofflabor für alle Sinne“, lockt Schüler ab 14 aus der Reserve

29.04.2009 | Autor / Redakteur: Karin Panknin / Gerd Kielburger

Im Baylab plastics bekommen Schüler, Auszubildende und Studenten einen Einblick in den Arbeits- und Forschungsalltag eines Kunststoffproduzenten (im Bild die Produktion an einer realen Spritzgießmaschine). (Bilder: Bayer MaterialScience)
Im Baylab plastics bekommen Schüler, Auszubildende und Studenten einen Einblick in den Arbeits- und Forschungsalltag eines Kunststoffproduzenten (im Bild die Produktion an einer realen Spritzgießmaschine). (Bilder: Bayer MaterialScience)

Zwar haben Schüler in Deutschland bei der Pisa-Studie 2006 erheblich besser abgeschnitten als 2000 und 2003, aber Wissenschaft und Technik haben weiterhin ein negatives Image oder ihnen wird bestenfalls mit Gleichgültigkeit begegnet. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben sich bereits vor mehr als einem Jahrzehnt in Deutschland so genannte Schülerlabore entwickelt. Eines davon ist Baylab plastics von Bayer MaterialScience.

Deutschland leidet unter einem eklatanten Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Die erste VDI-Ingenieurstudie 2007, die von einem Mangel von 100 000 Ingenieuren ausgeht, ist nur eine der Erhebungen, die auf diesen Notstand hinweist. Der Fachkräftemangel wird an Brisanz gewinnen – spätestens dann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen.

Für die Fachkräfte von morgen haben naturwissenschaftliche und technische Berufe jedoch alles andere als magnetische Anziehungskraft. Die Weichen hierfür werden in der Schule gestellt, konkret: im Chemie-, Biologie- oder Physikunterricht. Der traditionelle naturwissenschaftliche Schulunterreicht hat jedoch das Ziel, Schüler mit möglichst viel Wissen über den Unterrichtsgegenstand zu entlassen, wohingegen die dem Wissen nachfolgenden Schritte, nämlich Können und eigene Aktivitäten, in den meisten Fällen auf der Strecke bleiben.

„Der Ansatz der Schülerlabore ist genau umgekehrt“, erklärt Prof. Dr. Manfred Euler vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel. Er ist der geistige Vater der Schülerlaborbewegung in Deutschland und steht ihr beratend zur Seite. „Bei den Schülerlaboren liegt der Fokus auf Aktivitäten und Experimenten, die Schüler zwar mit weniger Wissenskompetenz ausstatten, dafür jedoch einen hohen Interessenzugewinn erzeugen – also genau das Vakuum füllen, das das traditionelle Bildungssystem hinterlässt und unter dem Technik und Naturwissenschaften leiden.“

Die Schülerlaborbewegung begann 1996. Heute gibt es mehr als 230 Schülerlabore, die von jährlich über 300 000 Kindern und Jugendlichen besucht werden. Damit ist Deutschland unter den europäischen Ländern Spitzenreiter bei den außerschulischen Lernstätten.

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