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Institut für Gesundheitsforschung und Labfolder

Berliner Wissenschaftler setzen auf digitales Laborbuch

| Redakteur: Marc Platthaus

Moderne Analysenmethoden erzeugen enorme Datenmengen, die erst durch den Einsatz optimierter Softwaresysteme richtig genutzt werden können. Aus diesem Grund wird am Berliner Institut für Gesundheitsforschung in Zukunft das elektronische Laborbuch Labfolder benutzt.
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Moderne Analysenmethoden erzeugen enorme Datenmengen, die erst durch den Einsatz optimierter Softwaresysteme richtig genutzt werden können. Aus diesem Grund wird am Berliner Institut für Gesundheitsforschung in Zukunft das elektronische Laborbuch Labfolder benutzt. (Bild: Labfolder)

Immer mehr Laboratorien nutzen für ihr Datenmanagement digitale Laborbücher. Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung hat jetzt mit dem Labordatenspezialisten Labfolder eine Vereinbarung zur Nutzung des elektronischen Laborbuches von Labfolder unterzeichnet. Dies ist nach der Max-Planck-Gesellschaft der nächste Großkunde für das Berliner Software-Unternehmen.

Berlin – Die Berliner Labfolder GmbH und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH) gaben am 6. April die Unterzeichnung eines Rahmenvertrages bekannt, der die Nutzung des elektronischen Laborbuches von Labfolder durch die BIH-Mitglieder an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch ermöglicht. Damit wird die Digitalisierung der wissenschaftlichen Arbeitsvorgänge an der Charité und am MDC entscheidend vorangetrieben.

Zweiter Großkunde für Labfolder in den vergangenen Monaten

Dem Berliner Start-up Labfolder ist es damit in kurzer Folge gelungen, einen zweiten Großkunden zu gewinnen: Nach der Max-Planck-Gesellschaft, deren etwa 11.000 Forscher Labfolders elektronisches Laborbuch seit Oktober 2016 nutzen können, kommen nun weitere über 4.000 Berliner Forscher an Charité und MDC dazu.

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„Die Lizenzvereinbarung mit dem BIH als eine besondere Wissenschaftseinrichtung in Berlin ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens“, sagt Dr. Simon Bungers, CEO von Labfolder. Der Vertragsabschluss zeige außerdem „wie wichtig zentrale und digitale Lösungen für das Datenmanagement an großen Forschungsverbünden sind“, so Bungers. „Labfolder erfüllt alle Compliance-Anforderungen und ermöglicht ein einheitliches Konzept für Datensicherheit und Archivierung.“

Daten erfassen, verknüpfen und verwalten

Die Labordatenmanagement-Software von Labfolder erlaubt es Wissenschaftlern, die Daten aus unterschiedlichsten Quellen wie Computern, Tablets, Laborgeräten und medizinischen Mess- und Diagnose-Geräten zu erfassen, zu verknüpfen und zu verwalten und dabei gleichzeitig Laborrichtlinien und Industriestandards einzuhalten. Labfolder beschleunigt Forschung und Innovation und erleichtert die Datenanalyse und die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern über Abteilungen und Kontinente hinweg. Labfolder kann auf lokalen Servern der Institute und einem zentralen Server installiert werden. Die Datenplattform von Labfolder ist äußerst flexibel und kann von den BIH-Wissenschaftlern selbst auf deren Bedürfnisse angepasst werden.

Bisher ist das klassische papiergebundene Laborbuch für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch immer das zentrale Arbeitsinstrument für die Dokumentation. Häufig erfolgt das Datenmanagement über unterschiedliche Instrumente parallel: Papiernotizbücher, lokal gespeicherte Daten und File-Server. Hierbei besteht das Risiko, dass die richtlinientreue Dokumentation, das Wiederfinden und das nachhaltige Verwerten von wissenschaftlichen Daten oft nur eingeschränkt möglich sind. Gleichzeitig wachsen die Datenmengen exponentiell. Die Digitalisierung und Optimierung des Datenmanagements in Forschung und Klinik mit elektronischen Laborbüchern ist hier von besonderer Bedeutung.

BIH erwartet bessere Reproduzierbarkeit der Forschung

Das hat auch das BIH erkannt: „Für Erfolg und Reproduzierbarkeit der Forschung ist die Qualität der Daten ausschlaggebend“, sagt Professor Ulrich Dirnagl, Leiter der Experimentellen Neurologie der Charité und Gründungsdirektor des Center for Transforming Biomedical Research am BIH sowie Initiator der Implementierung des elektronischen Laborbuches.

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10.10.16 - Big Data ist in aller Munde – als Trend, als vielfach verwendetes Schlagwort. Dabei ist Big Data durch große Datenmengen, den Trend zu smarten Technologien und künstlicher Intelligenz längst mit intelligenten Anwendungen in unserer Realität angekommen – auch im Labor. lesen

„Die Einführung des Labfolder-Laborbuches ist daher Bestandteil einer Qualitätsoffensive des BIH, in dessen Rahmen ein einheitlicher digitaler Standard eingeführt wird, der den Regeln der Guten Wissenschaftlichen und Guten Laborpraxis entspricht. Zudem ermöglicht das neue elektronische Laborbuch die Dokumentation entsprechend den Erfordernissen der regulatorischen internationalen Behörden und schafft damit eine verbessere Qualität der Forschungsdaten, was schließlich auch die Translation von Forschungsergebnissen erleichtert.“

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