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Partnerschaft zwischen Qiagen und der University of Montana Bessere forensische Analysen für Indigene und Afroamerikaner

Quelle: Pressemitteilung Qiagen 2 min Lesedauer

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In einer Kooperation unterstützt Qiagen forensische Dienstleistungen für vermisste und ermordete indigene Personen (Missing and Murdered Indigenous People, MMIP) und nicht identifizierte menschliche Überreste (Unidentified Human Remains, UHRs). Dabei sollen DNA-Technologien wie Next-Generation-Sequencing (NGS) und die forensische genetische Genealogie (Forensic Investigative Genetic Genealogy, FIGG) zum Einsatz kommen.

Die Identifikation menschlicher Überreste benötigt verlässliche genetische Analysen (Symbolbild).(Bild:  © Microgen - stock.adobe.com)
Die Identifikation menschlicher Überreste benötigt verlässliche genetische Analysen (Symbolbild).
(Bild: © Microgen - stock.adobe.com)

Als erstes Unternehmen hat Qiagen in den späten 1990er Jahren kommerzielle Kits zur Aufreinigung von DNA aus forensischen Proben auf den Markt gebracht. Heute umfasst das Portfolio im Bereich Personenidentifizierung und Forensik zahlreiche Lösungen für die Verarbeitung von Proben aus Fällen sexualisierter Gewalt, die Identifizierung vermisster Personen, die Altersschätzung, die Gewebeidentifizierung sowie für die anthropologische Forschung und Verwandtschaftstests. Die neuste Partnerschaft von Qiagen erweitert die Expertise in diesem Segment. Seit Juli 2024 kooperiert Qiagen offiziell mit dem Snow Molecular Anthropology Lab an der University of Montana auf dem Gebiet der Personenidentifizierung (Human Identification, HID) und Forensik.

Im Rahmen dieser langfristigen Partnerschaft unterstützt Qiagen das Snow Molecular Anthropology Lab mit einem Miseq FGx Sequenzierungssystem, Schulungen, Forenseq Kintelligence Kits sowie dem Forenseq Kintelligence HT-System.

Das Snow Lab nutzt die Instrumente und Kits in einer Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Ohkomi Forensics sowie mit der Forschungsgruppe Principal Research Group.

Ohkomi Forensics wurde von Haley Omeasoo, einer Doktorandin an der University of Montana und Angehörige des Blackfeet-Stammes, gegründet. Die Nichtregierungsorganisation bietet forensische Dienstleistungen für Familien an, die von der MMIP-Epidemie betroffen sind. Als MMIP-Epidemie werden die höheren Raten bei Gewaltverbrechen und Vermisstenfällen unter indigenen Völkern in Nordamerika, insbesondere unter Frauen und Mädchen, bezeichnet (Missing and Murdered Indigenous Peoples). Mithilfe des Forenseq Kintelligence HT-Workflows von Qiagen wird Ohkomi Forensics nun für den Blackfeet-Stamm die erste DNA-Datenbank aufbauen, die von Indigenen geführt wird und kulturell sensible Praktiken berücksichtigt.

„Der Blackfeet-Stamm versucht, Familienmitglieder zu identifizieren, aber wie viele andere von der MMIP-Epidemie Betroffene haben wir Schwierigkeiten, Antworten zu finden“, erklärt Omeasoo. „‚Ohkomi‘ bedeutet in der Sprache der Blackfeet ‚die eigene Stimme benutzen‘. Ich habe Ohkomi Forensics gegründet, weil ich meine Stimme einsetzen wollte, um meinem Volk zu helfen. Der Einsatz von Forenseq Kintelligence HT ermöglicht es uns nun, unsere kulturellen Praktiken zu wahren, während wir unsere Angehörigen mit modernen Technologien respektvoll identifizieren und zurückführen.“

Darüber hinaus treibt Dr. Meradeth Snow, Dozentin und Co-Leiterin des Fachbereichs Anthropologie an der University of Montana sowie Mitglied der Principal Research Group, die Identifizierung der Überreste des DNA-Projekts Sugar Land 95 voran. Dabei handelt es sich um die Entdeckung von 95 nicht gekennzeichneten Gräbern afroamerikanischer Personen, die Opfer des Sträflingssystems (Convict Leasing) in Texas waren. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden Gefangene häufig zur Verrichtung von Arbeiten unter teils brutalen Bedingungen verpachtet, um so die Zwangsarbeit nach der Sklaverei fortzusetzen.

Mithilfe von Qiagens NGS- und FIGG-Technologie, die im Miseq FGx-Instrument und im Forenseq Kintelligence-Workflow eingesetzt wird, können Ergebnisse aus stark degradierter oder kontaminierter DNA sowie aus herausfordernden Proben, wie sie in der Forensik häufig vorkommen, erzielt werden. Selbst wenn keine unmittelbaren Familienreferenzen verfügbar sind, liefern die einzigartigen genetischen Profile, die mit diesen Technologien erstellt wurden, wertvolle Ermittlungshinweise. Die Arbeitsabläufe lassen sich einfach in forensische Labore integrieren, um die FIGG-Technologie leichter zugänglich zu machen. So können mehr Fälle gelöst und betroffenen Familien Gewissheit gegeben werden.

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