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Flächendeckendes Messnetz für Feinstaub

Big Data für die Luftqualität: Verteilung von Feinstaub in der Stadt besser verstehen

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Augsburg als Modellregion

„Von Seiten der Stadtklimaforschung gibt es ein sehr großes Interesse an flächendeckenden Messungen, um ein vollständiges Bild der Luftqualität zu erreichen“, sagt Professor Stefan Emeis, Klimaforscher am Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) des KIT, das Verbundpartner von SmartAQnet ist. Erkenntnisse aus SmartAQnet nutzen die KIT-Klimaforscher unter anderem zur numerischen Simulation im Zuge ihrer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschung zum „Stadtklima im Wandel“. SmartAQnet sei ein zukunftsträchtiges Vorhaben, um zu erkennen, welche Teile der Stadt wie belastet sind, so Emeis. Augsburg eigne sich als Modellregion, weil in der Umwelthauptstadt Bayerns zahlreiche Umweltinstitutionen angesiedelt sind und Dauermessstellen bestehen, deren langfristige Aussagen in das Projekt einfließen.

2,5 Millionen Euro Fördergeld vom Bund

Das im Frühjahr 2017 gestartete Forschungsvorhaben SmartAQnet hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Verbundprojekt über seinen mFUND für digitale, datenbasierte Innovationen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro, davon entfallen jeweils rund 500.000 Euro auf die beiden beteiligten KIT-Institute. Weitere Partner sind die Aerosol Akademie e.V., die ein interdisziplinäres Netzwerk rund um Aerosoltechnologie und Aerosolforschung betreibt, die GRIMM Aerosol Technik GmbH & Co. KG, eines der weltweit namhaftesten Unternehmen im Bereich von Umwelt- und Arbeitsschutzmessungen, die Universität Augsburg mit ihrem Institut für Geographie, Lehrstuhl für Physische Geographie und Quantitative Methoden (IGUA) sowie zwei Arbeitsgruppen des Helmholtz Zentrums München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU): das Institut für Epidemiologie II und die Kooperationsgruppe Comprehensive Molecular Analytics (CMA). Das Umweltamt der Stadt Augsburg unterstützt das Projekt als assoziierter Projektpartner.

* M. Landgraf: Karlsruher Institut für Technologie, 76131 Karlsruhe

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