Biomolekulare Motoren: Winzig, aber unverzichtbar für die Zelle
Damit sich unsere Zellen teilen können, muss die genetische Information zunächst kopiert werden. Dies geschieht während der Replikation. Auch in dieser Phase benötigt die Zelle beeindruckende biomolekulare Maschinen: die DNA-Polymerasen. Diese Enzyme arbeiten, indem sie systematisch Nukleotide an das Ende eines neuen DNA-Strangs anfügen, und bewegen sich in einer bestimmten Richtung (5’→3’). Nach der Entwindung der DNA durch Helikasen – eine weitere biomolekulare Maschine – nutzen DNA-Polymerasen die exponierten Einzelstränge als Matrizen, um das genetische Material präzise zu kopieren. Dabei verfügen sie über die Fähigkeit zur Fehlerkorrektur, was ihre Präzision weiter erhöht. Als essenzielle Elemente für Zellteilung und genetische Stabilität fungieren DNA-Polymerasen als unverzichtbare Motoren. Auch RNA-Polymerasen arbeiten auf ähnliche Weise: Diese verwandten biomolekularen Maschinen nutzen ebenfalls Nukleotide, um auf Basis des DNA-Vorlagenstrangs RNA-Moleküle zu synthetisieren, was sie für die Genexpression und die Produktion von Proteinen entscheidend macht.
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Hier finden Sie: mehr Informationen zu DNA-Polymerase. (Bild: © Leonid Andronov - stock.adobe.com)

