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Branchenplattform Branche diskutiert über das Labor der Zukunft

| Redakteur: Doris Popp

Der Brachenverband Spectaris veranstaltete am 10. Mai 2017 die Labvision bereits zum siebten Mal. Die Branchenplattform der Analytik- und Laborszene behandelte das Thema „Labor der Zukunft“. Daten als Rohstoff der Zukunft und der lange Weg zum Anwender standen dabei im Mittelpunkt.

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Im Labvision-World Café stimmten sich die Gäste auf die Themen des Tages ein.
Im Labvision-World Café stimmten sich die Gäste auf die Themen des Tages ein.
(Bild: © TERRITORY | Thorsten Scherz)

Berlin – Im interaktiven Format des Labvision-World Café stimmten sich die Gäste auf die Themen des Tages ein. Die Teilnehmer diskutierten über die Fragen „Wissen wir wirklich was Anwender brauchen?“, „Wie verändert Industrie 4.0 unser Unternehmen?“ und „Spectaris als Dienstleister. Was wünschen Sie sich?“.

Die anschließenden Keynotes malten ein Bild zur Zukunft im Anwendermarkt Pharma und im modernen Vertrieb. Andreas Friese, Leiter Research-IT bei Bayer Business Services, stellte die Vision des Labors der Zukunft vor. Er gab einen Einblick, wie digitale Technologien den Laboralltag verändern werden und welcher Nutzen daraus entstehen könne. Konkrete Beispiele sind die automatische Anpassung der Bedingungen von Zellwachstum, 3D Bio Printing sowie 3D Drug Printing, wobei letzteres in einer ersten Testversion bereits funktioniert. Seine Empfehlung an die Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik: „Entwickeln Sie Ihre Produkte so weiter, dass sie Aufgaben übernehmen können, die Maschinen besser können als Menschen“ sowie „Entwickeln Sie Ihre Produkte so weiter, dass die Daten so generiert, verarbeitet und interpretiert werden können, um Zusammenhänge zu erkennen und Entscheidungsvorschläge zu machen, auf die ein Mensch allein nur schwer kommen kann“.

Niels Pfläging, selbsternannter Management-Exorzist, provozierte die Teilnehmer mit der Aussage, dass das Management, wie es in den meisten Unternehmen heutzutage praktiziert wird, aus dem industriellen Zeitalter stamme und für das heutige, hochkomplexe Umfeld, in dem sich die Hersteller bewegen, völlig unzureichend und sogar schädlich sei. Stattdessen müssten völlig neue Vorstellungen von Strukturen, Teams, Leistung, Führung und Vertrieb entwickelt werden, die der heutigen Komplexität angemessen sind und zum Wesen des Menschen passen.

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