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Chemieunfall Chemieunfall bei ASK Chemicals in Wülfrath

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Bei ASK Chemicals im rheinländischen Wülfrath hat sich am Donnerstag Morgen ein Chemieunfall ereignet. In der Phenolharzanlage von ASK Chemicals ist eine Aerosol-Wolke aus Phenol, Kresol und Formaldehyd durch Überdruck in die Luft freigesetzt worden.

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Symbolbild
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(Bild: Hartmut910/Pixelio )

Wülfrath – Der Chemieunfall im ASK-Chemicals-Standort Wülfrath hat sich Donnerstag Morgen gegen 7.40 Uhr ereignet. Bei der Herstellung eines Phenolharzes sind etwa drei Tonnen Reaktionsgemisch aus Phenol, Kresol und Formaldehyd über die Druckentlastungseinrichtung in einen dafür vorgesehenen Auffangbehälter übergetreten. Dabei wurde eine Aerosol-Wolke in die Nachbarschaft freigesetzt. Die Ursachen sind bislang unbekannt.

Es wurden sechs Personen von benachbarten Firmen verletzt, die zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Nach Angaben von RP online wurden weitere Personen verletzt. Die Verletzten klagten über Reizungen der Atemwege und Augen.

Behörden in Wülfrath geben Entwarnung

Die Behörden gaben mittlerweile Entwarnung. Die aufsteigende Wolke wurde mithilfe eines Polizeihubschraubers beobachtet, bis sie sich aufgelöst habe. Bis zur Entwarnung um 12 Uhr wurden die Anwohner angewiesen Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich nicht im Freien zu bewegen.

ASK Chemicals äußerte sich in einer Pressemeldung und einer Pressekonferenz zu dem Chemieunfall im Werk Wülfrath. Nach dem derzeitigen Stand schließe das Unternehmen anhaltende Gefährdung für die Umgebung und die Umwelt aus. Das Gefahrenabwehrteam der ASK Chemicals habe sich vorschriftsmäßig, schnell und richtig verhalten. Die innerbetriebliche Feuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr, Polizei und Aufsichtsbehörden waren im Einsatz. Am Großeinsatz waren laut RP online 41 Fahrzeuge der Feuerwehr, zehn Rettungswagen, sieben Krankentransporte und drei Notärzte beteiligt.

Der Standort Wülfrath ist das größte Werk von ASK Chemicals, Dort produziert das Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitern über 100.000 Tonnen Gießereiprodukte, Bindemittel und Kunstharze pro Jahr.

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