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Metadaten-Management

Daten über Daten – Metadaten in den Biowissenschaften

| Autor / Redakteur: Stefano Marmonti* / Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: Enorme Datenmengen zueinander in Beziehung setzen – das schafft man durch die Nutzung von Metadaten.
Abb. 1: Enorme Datenmengen zueinander in Beziehung setzen – das schafft man durch die Nutzung von Metadaten. (Bild: ©XtravaganT/Fotolia.com)

Mehrfach strukturierte Daten bieten für die Biowissenschaften vielversprechende Möglichkeiten, um Einblicke in zentrale geschäftliche Herausforderungen zu gewinnen. Doch dazu braucht es eine robuste Datenstrategie, die Petabytes klinischer, regulatorischer und realer Daten zueinander in Beziehung setzen. Die Lösung: die Nutzung von Metadaten.

Metadaten sind einfach gesagt „Daten über Daten“ – Daten, die beschreiben, erklären, lokalisieren oder ganz allgemein das Finden einer Informationsquelle erleichtern. Metadaten können strukturiert (z.B.: Worin sind sie enthalten?), beschreibend (z.B.: Wer hat das Dokument verfasst?) oder administrativ sein (z.B.: Welcher Dateityp liegt vor?). Man kann sich Metadaten wie eine Art „Klebstoff“ vorstellen, der Daten harmonisiert, verknüpft und mit Kontext anreichert. Wer jemals einen altmodischen Büchereikatalog durchsucht hat (manch einer erinnert sich noch an das Dewey-Dezimalklassifikationssystem), der hat bereits mit Metadaten, wenn auch in analoger Form, gearbeitet.

Was sind die Vorteile von Metadaten?

Die Entwicklung einer Datenstrategie mit Schwerpunkt auf das Metadaten-Management bietet für Life-Sciences-Unternehmen drei Hauptvorteile:

  • 1. Metadaten optimieren die Wiederverwendung von vorhandenem Content. Life-Sciences-Unternehmen verwalten enorme Mengen von Content – von regelmäßigen Sicherheitsberichten und wissenschaftlicher Forschung bis hin zu klinischen Protokollen und regulatorischen Compliance-Erklärungen. Metadaten helfen beim Herauskristallisieren (Profilieren) von Attributen wichtiger Assets, damit Benutzer beispielsweise standardisierte Formulierungen in Einwilligungserklärungen früherer klinischer Studien finden und für neue Erklärungen wiederverwenden können. Insbesondere für Life-Sciences-Unternehmen, die auf reale Nachweisdatenbanken zugreifen, ist eine unkomplizierte Profilierung und Wiederverwendung von realen Daten basierend auf dem größtmöglichen Einfluss auf den Produktlebenszyklus wichtig.
  • 2. Metadaten vereinfachen die Abfrage von Content für verschiedene Geschäftsfunktionen. Durch die Katalogisierung wichtiger Attribute wie Autor, Datum und Dateityp mithilfe von Metadaten können Benutzer Assets anhand der Attribute suchen und abfragen, die für die aktuelle Aufgabe eine Rolle spielen. Eine der größten aufsichtsbehördlichen Herausforderungen für Life-Sciences-Unternehmen stellt beispielsweise die Arzneimittelidentifizierung (IDMP) dar, weil dies eine korrekte Meldung erfordert, damit die Produktidentifikatoren im Einklang mit vier ISO-Normen stehen. Metadaten können in diesem Zusammenhang die Abfrage relevanter, über mehrere Quellsysteme verteilter Daten vereinfachen, um ISO-Normen zu erfüllen.
  • 3. Metadaten verbessern das Tracking verschiedenster Arten von Content. Sind die wichtigsten Attribute eines bestimmten Content-Teils bekannt (z.B. der Zeitpunkt der Einreichung), lässt sich der Vorgang nachverfolgen, ohne dass dafür auf den Inhalt zugegriffen werden muss. Life-Sciences-Unternehmen arbeiten regelmäßig mit komplexen Prozessen, die oft Status-Aktualisierungen in Echtzeit erfordern. Dazu gehört auch die Abfrage regulatorischer Zulassungsanträge und das Monitoring klinischer Prüfverfahren. Gemeinsam mit Benachrichtigungen in Echtzeit kann ein solches Tracking langfristig Abläufe straffen und Ressourcenverschwendung vermeiden.

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