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Metadaten-Management

Daten über Daten – Metadaten in den Biowissenschaften

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Nutzen von Metadaten ohne Suchfunktion und Semantik?

Bei der Implementierung einer Datenstrategie, die den Wert von Metadaten maximiert, geht es kurz gesagt darum, leichter das zu finden, was man sucht. Aus technischer Sicht bedeutet das, dass komplexe Abfragen bei mehreren leistungsstarken Suchindizes vorgenommen werden können, ohne dass die Daten bis ins kleinste Detail analysiert werden müssen. Diese Indizes verwandeln Datenstrategiefunktionen in eine individualisierte „Suchmaschine“, mit der übergreifend über Daten und Metadaten gesucht werden kann – weil beide gemeinsam gespeichert wurden.

Angenommen ein Anwender benötigt einen realen Nachweis für die Therapietreue von Patienten bei einem bestimmten Medikament. Durch übergreifendes Suchen nach Daten und Metadaten in mehreren Quellsystemen lässt sich die Hauptursache für eine schlechte Einnahmedisziplin abfragen. Traten bei bestimmten Patientensegmenten stärkere Nebenwirkungen als bei anderen auf? Könnten die Behandlungsprotokolle von einer auf zwei Dosen täglich oder von Injektionen auf Tabletten geändert werden? Sind die Kosten für die Darreichung des Medikaments bei bestimmten Krankenversicherungstarifen zu hoch?

Auf diese Weise wird nicht nur das Gesuchte gefunden, sondern es lassen sich auch neue Erkenntnisse gewinnen, indem „eins und eins zusammengezählt“ wird. Aus technischer Sicht wird dies als Semantik bezeichnet. Semantische Daten – so genannte „Tripel“ – setzen einzelne Elemente (Menschen, Orte oder Dinge) zueinander in Beziehung. Eine robuste Datenstrategie sollte nativ Tripels speichern, damit wertvoller Kontext für Daten und Metadaten erhalten wird. Das Verwenden von Tripels mit Semantik beschleunigt die Erforschung, Kategorisierung und Analytik bei der Entwicklung neuer Arzneimittel sowie weitere wichtige Unternehmensprozesse.

Kurz gesagt: Life-Sciences-Unternehmen sollten dem Metadaten-Management bei der Entwicklung von Datenstrategien Priorität geben. Schließlich mag eine alte Bibliothek voller Bücher jede Menge Wissen enthalten – doch ohne das Dewey-Dezimalsystem wird man sich darin nur schwer zurechtfinden.

* S. Marmonti: MarkLogic (Germany) GmbH, 80333 München

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