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Deutsche scheuen das Gehaltsgespräch

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Nur vier von zehn Deutschen fragen ihren Arbeitgeber regelmäßig nach einer Gehaltserhöhung. Die Mehrheit verzichtet darauf. Das zeigt die neue Stepstone-Studie „Gehaltsverhandlungen in Deutschland“.

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Jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich unwohl dabei, mehr Geld für seine Arbeit zu verlangen.
Jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich unwohl dabei, mehr Geld für seine Arbeit zu verlangen.
(Bild: ©Bits And Splits - stock.adobe.com)

Die Ergebnisse zeigen auch: Es lohnt sich, das Gehaltsgespräch zu suchen. 57 % der befragten Arbeitnehmer haben in ihrer aktuellen Anstellung schon mindestens ein Mal eine Gehaltserhöhung erhalten.

Der häufigste Grund dafür: Sie hatten die Gehaltserhöhung zuvor aktiv eingefordert. Die meisten (58 %) argumentierten mit guten Leistungen. Jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich unwohl dabei, mehr Gehalt zu verlangen – Frauen etwas häufiger als Männer.

34 % der Befragten begründen das damit, dass sie ungern über Geld reden. Fast jeder Dritte (31 %) hat Sorge, seine Beziehung zum Vorgesetzten zu schädigen.

Etwa ebenso viele sind der Meinung, dass Forderungen nach mehr Gehalt bei ihrem Arbeitgeber nicht gern gesehen sind. 21 % sind unsicher, ob sie die Voraussetzungen für eine Gehaltserhöhung mitbringen.

„Arbeitnehmer sollten dem Vorgesetzten verdeutlichen, welchen Mehrwert sie dem Unternehmen bringen“, sagt André Schaefer, Gehaltsexperte bei StepStone. „Wer klar aufzeigen kann, mit welchen Projekten er den Erfolg der Abteilung unmittelbar beeinflusst und dabei noch realistische Forderungen stellt, hat gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung.“

Fachkräfte wollen mehr verdienen

Etwa 60 % der Fachkräfte verhandeln ihr Gehalt nicht regelmäßig. Dabei wollen zwei Drittel mehr verdienen, als es aktuell der Fall ist und haben ein konkretes Zielgehalt für ihre Karriere im Sinn. An Selbstbewusstsein mangelt es ihnen ebenfalls nicht: 95 % der Befragten beurteilen ihre Leistung im Job als eher stark oder sehr stark.

„In vielen Branchen werden qualifizierte Mitarbeiter händeringend gesucht – entsprechend selbstbewusst können gut ausgebildete Arbeitnehmer ihre Gehaltsvorstellungen heute formulieren“, sagt Schaefer. „Letztlich ist das Gehalt aber nur einer von vielen Faktoren, die für die Jobzufriedenheit entscheidend sind. Wichtig sind vor allem auch vielfältige Aufgabenbereiche, gute Entwicklungsmöglichkeiten und eine Unternehmenskultur, in der sie sich wohlfühlen.“

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Das ist der durchschnittliche Bruttojahresverdienst von Vollzeit-Arbeitsnehmern in der Branche Herstellung von chemischen Erzeugnissen in Deutschland von 2005 bis 2018 in Euro.

Diese Statistik zeigt den durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von Arbeitnehmern in der Branche Herstellung von chemischen Erzeugnissen in Deutschland in den Jahren 2005 bis 2018. Im Jahr 2018 betrug der durchschnittliche Bruttojahresverdienst im Bereich Herstellung von chemischen Erzeugnissen in Deutschland 67.907 Euro. Weitere interessante Bildergalerien finden Sie auf unserer Homepage.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Maschinenmarkt.de.

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