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Digitale Evolution
Die Probe formt das LIMS wie der Fluss das Tal

Ein Gastbeitrag von Köbi Ehrensberger, Johannes Stadler, Mark Schneider* 4 min Lesedauer

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Wenn die Proben das LIMS formen wie der Fluss das Tal, ist die zentrale Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung eines Labors vorhanden. Ein gutes Labor-Informations-Managementsystem (LIMS) muss in der Lage sein, die Dynamik der Beziehung zwischen Labor und Kunde mit­zugehen und Änderungen der Laborprozesse abzubilden, da sonst die Weiter­entwicklung des Unternehmens von der Software behindert wird.

Abb.1: So wie das Tal durch den Fluss geprägt ist, so sollte auch ein LIMS durch die Proben geprägt sein, die in dem Labor analysiert werden (Symbolbild).(Bild:  © Atstock Productions - stock.adobe.com)
Abb.1: So wie das Tal durch den Fluss geprägt ist, so sollte auch ein LIMS durch die Proben geprägt sein, die in dem Labor analysiert werden (Symbolbild).
(Bild: © Atstock Productions - stock.adobe.com)

Gerade in Auftragslaboren ist der Probendurchsatz bares Geld. Um die Effizienz – und damit den Umsatz – zu steigern, setzen viele Labore auf die Digitalisierung ihrer Prozesse, etwa durch Einführung eines Labor-Informations-Management-Systems (LIMS). Dabei wird oft vergessen, dass es nicht nur um die internen Arbeitsabläufe geht, sondern auch die Bereiche mit Nähe zu Auftraggebern, Schnittstellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind. Ein gutes LIMS muss in der Lage sein, die Dynamik der Beziehung zwischen Labor und Auftraggeber mitzugehen und Änderungen der Laborprozesse abzubilden, etwa bei der Skalierung der Probenanzahl, der Einführung neuer Analytikverfahren oder der Integration der Auftraggeber in die Laborprozesse. Passt sich das LIMS nicht an, behindert es die Weiterentwicklung des Unternehmens, statt sie zu fördern.

Evolution statt Stillstand

Die digitale Umsetzung eines Unternehmensprozesses bedeutet mehr als einfach analoge Schritte digital durchzuführen. Unter Anleitung des LIMS-Herstellers werden mit dem Labor die Grundlagen geschaffen, seine Arbeitsprozesse auf digitale Wege umzustellen und zu optimieren. Dazu benötigt es eine sehr enge und interaktive Zusammenarbeit, um das Digitalisierungs-Know-How des LIMS-Herstellers mit dem Prozesswissen des Labors zu vereinen. Damit das gelingt, sind eine agile Projektmethodik und ein innovatives LIMS-Konzept erforderlich. So sollten etwa Instrumente vorhanden sein, die es dem Labor ermöglichen, das LIMS selbst mitzugestalten. Labore, die dieses LIMS-Wissen entwickelt haben, sind in der Lage, physische, digitale und rechtliche Anforderungen ins System zu integrieren. Damit verfügen sie über die Voraussetzungen, um selbst neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Beziehung vom Labor zu seinen Kunden lässt sich mit digitalen Technologien ausbauen oder gänzlich neu gestalten. Auf dynamischere Kundenbedürfnisse können Produkte differenziert angepasst werden.