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Umweltzustand der Ostsee mittels KI untersuchen
Digitaler Leuchtturm der Ostsee

Das Gespräch führte Dr. Ilka Ottleben 4 min Lesedauer

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Immer dann, wenn es um viele Daten geht, schafft die Digitalisierung enorme Vorteile. Forscher haben nun Methoden der künstlichen Intelligenz auf Messdaten der südwestlichen Ostsee Schleswig-Holsteins angewandt, um so neue Erkenntnisse zu Treibern des Umweltzustands der küstennahen Ostsee zu erlangen.

Dr. Helmke Hepach ist marine Umweltwissenschaftlerin am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.(Bild:  GEOMAR Helmholtz-Zentrum)
Dr. Helmke Hepach ist marine Umweltwissenschaftlerin am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.
(Bild: GEOMAR Helmholtz-Zentrum)

Digitalisierung begegnet uns inzwischen überall – im Beruf und in unserem Alltag. Frau Dr. Hepach, wie können Digitalisierung und KI dabei helfen, den Umweltschutz zu verbessern?

Dr. Helmke Hepach: Monitoring, also die Erfassung des Ist-Zustands verschiedener Parameter, die für die Beschreibung des Umweltzustands notwendig sind, ist essenziell, um Veränderungen im Ökosystem zu verstehen und somit auch Maßnahmen für die Wiederherstellung, den Erhalt und die Verbesserung von Ökosystemen zu ergreifen. Immer komplexer werdende Datensätze erfordern jedoch vielschichtige Auswertemethoden, um alle gemessenen Parameter in Relation zu setzen oder um Lücken im Monitoring zu identifizieren. Zusätzlich ermöglichen neue, hochfrequente Methoden die Bewertung des Umweltzustands quasi in Echtzeit und somit auch das schnellere und effektivere Ergreifen von Maßnahmen. Jedoch führen diese neuen Methoden zu deutlich größeren Datenmengen.