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Eismumie Ötzi

DNA-Analyse beweist: Ötzi hatte Parodontose

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Mikrobiologische Überwachung erforderlich

Neben dem Treponema-Erreger stieß das Team rund um Studienleiter Albert Zink – Leiter des Eurac-Instituts für Mumien und den Iceman – in der Ötziprobe auch auf Clostridien-Bakterien, die zurzeit in einer Art Starrzustand sind, aber unter Luftabschluss hochwachsen und Gewebe abbauen könnten. Diese Entdeckung könnte für die zukünftige Konservierung der weltberühmten Mumie eine entscheidende Rolle spielen.

„Dieser Befund macht deutlich, dass im Falle einer Veränderung der Konservierungsbedingungen der Gletschermumie, beispielsweise durch die Umstellung auf eine bei Kulturgütern üblichen Stickstoffatmosphäre, eine begleitende mikrobiologische Überwachung erforderlich ist“, erklären das Forscher-Team, das seine Studien zu den bakteriellen Einflüssen auf die Konservierungsbedingungen des Mannes aus dem Eis noch vertiefen wird.

Originalpublikation:

Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink: Metagenomic Analysis Reveals Presence of Treponema denticola in a Tissue Biopsy of the Iceman. 18 Jun 2014; PLOS ONE DOI: 10.1371/journal.pone.0099994

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