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Technische Dichtheit von Druckreaktoren

Druckreaktoren – Noch ganz dicht?

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Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die einfache Handhabung und Zuverlässigkeit des Systems stellt das Verschluss-System dar. Spannketten und Spannringe können einerseits schnell und ohne Werkzeug geöffnet und geschlossen werden. Auf der anderen Seite sichern sie den hermetischen Verschluss des Reaktors bis zu einem Arbeitsdruck von 200 bar.

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Auswahl der Komponenten

Um größtmögliche Flexibilität in der Konfiguration von Druckreaktoren und gleichzeitig höchste Sicherheit während der Bedienung zu ermöglichen, verwendet Berghof Armaturen und die Zwei-Klemmring-Verschraubungen von Swagelok, die der TRBS 2141 und der TRGS 500 entsprechen. Die Zwei-Klemmring-Verschraubung ist mit einer Helium-Leckrate bis 4*10-9 mbar l/s eine der dichtesten erhältlichen Verbindungen.

Durch die zuverlässig dichte und ganzmetallische Klemmringkonstruktion kann auf Elastomerabdichtungen verzichtet werden, ohne dabei die Druckfestigkeit nachteilig zu beeinflussen. Zusätzlich spricht die einfache Handhabung für sich, da selbst bei wiederholter Montage eine absolute Dichtheit gewährleistet ist. Darüber hinaus werden Ventile, die flüssige Medien über Gravitationskräfte selbst entleeren können, eingesetzt. Durch die Bauart der Ventile werden keine Winkel und T-Stücke benötigt. Darüber hinaus wird dadurch das Totvolumen reduziert bzw. die Bildung von Totwasserräumen verringert. Ein deutlicher Pluspunkt in Bezug auf Anschaffungs-, Wartungs- und Betriebskosten.

Das richtige Material

Die hohen Qualitätsanforderungen an Materialien für Druckreaktoren und seiner Komponenten werden besonders deutlich bei Reaktionen, in denen beispielsweise der Druck besonders schnell aus dem System entlassen wird. Hier übertragen sich große Belastungen auf die angebauten Komponenten, die trotz der hohen Krafteinwirkung Dichtheit garantieren müssen. Darüber hinaus dürfen Resistenzeigenschaften gegenüber Gasen, Flüssigkeiten oder des Reaktionsproduktes bei der Materialauswahl nicht vernachlässigt werden.

Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums der Druckbehälter können, je nach Aggressivität der Reaktionsmedien, unterschiedlichste Materialien für alle Komponenten zum Einsatz kommen. Die Reaktoren sowie Verbindungen und Armaturen sind aus Edelstahl gefertigt. Durch Verwendung von modifiziertem Edelstahl 316/316L mit einem garantiert höheren Mindestanteil an Chrom und Nickel, erreicht Swagelok hierbei eine höhere Korrosionsbeständigkeit sowie breite Temperatur- und Medienbeständigkeit. Bei korrosiven Medien sind Sonderlegierungen wie Hastelloy und/oder PTFE Auskleidung verfügbar.

Die Wahl der richtigen Komponenten wirkt sich auf die gesamte Lebensdauer des Reaktors aus und ist ein entscheidendes Kriterium für Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

* * Dr. Kerstin Dreblow arbeitet für Berghof Products + Instruments GmbH, Eningen. Tel.: +49 7121 894 187

* Matthias Hörbe arbeitet für Swagelok Stuttgart | Karlsruhe, Reutlingen. Tel.: +49 7121 67000 0

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