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Eppendorf Award 2025 Krebs-Neurowissenschaftler mit Forschungspreis ausgezeichnet

Quelle: Pressemitteilung Eppendorf 2 min Lesedauer

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Für seine Arbeit zu Neuron-Tumor-Netzwerken hat der Heidelberger Forscher Dr. Varun Venkataramani den von Eppendorf und Nature ausgelobten Award for Young European Investigators erhalten. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 20.000 Euro verbunden.

Dr. Varun Venkataramani vom Universitätsklinikum Heidelberg hat für seine Forschung den Eppendorf Award 2025 erhalten.(Bild:  Eppendorf)
Dr. Varun Venkataramani vom Universitätsklinikum Heidelberg hat für seine Forschung den Eppendorf Award 2025 erhalten.
(Bild: Eppendorf)

Dass gute Forschung nicht erst in hohem Alter zum Ende einer Wissenschaftskarriere möglich ist, unterstreicht der Eppendorf Award. Bereits zum 30. Mal hat das das Hamburger Life Sciences-Unternehmen Eppendorf seine Auszeichnung an junge europäische Forscher unter 35 Jahren vergeben. Die unabhängige Jury wählte Dr. Varun Venkataramani vom Universitätsklinikum Heidelberg zum Gewinner des Eppendorf Award for Young European Investigators 2025.

Venkataramani, Jahrgang 1989, erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Forschung über die Entdeckung und Charakterisierung von synaptischen Neuron-Tumor-Netzwerken, die das Fortschreiten von Hirntumoren steuern. Die Jury würdigte die Bedeutung des aufstrebenden Bereichs der Cancer Neuroscience und die Rolle von Venkataramani bei der Entschlüsselung der Interaktion zwischen Neuronen und Tumoren sowie das translationale Potenzial dieser Arbeit.

Mit der Auszeichnung werden die wichtigen Beiträge zum Verständnis des komplexen Zusammenspiels zwischen Neuronen und Krebszellen in Hirntumoren gewürdigt, die aufzeigen, wie Krebszellen Synapsen mit Neuronen bilden und neuronale Mechanismen für Tumorwachstum und Invasion ausnutzen. Diese Erkenntnisse etablieren die Krebs-Neurowissenschaften als neues Gebiet an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften und Onkologie. Dieses Forschungsfeld könnte zu neuen Behandlungsstrategien für Patienten mit Hirntumoren führen, für die es derzeit nur begrenzte therapeutische Möglichkeiten gibt.

Ebenfalls preiswürdig: Genomforschung und Studien zu zellulären Netzwerken

Neben dem Gewinner des Eppendorf Award 2025 wurden zwei Finalisten ausgezeichnet.

Fena Ochs, Gruppenleiterin am Biotech Research & Innovation Centre der Universität Kopenhagen, Dänemark erhält die Auszeichnung für die Entschlüsselung der Mechanismen, die unser Genom stabil halten. Die Jury war beeindruckt von Ochs' innovativen und mechanistischen Studien, die zur Klärung der Frage beitrugen, wie menschliches Kohäsin als Monomer Schwesterchromatiden zusammenhält, sowie von ihren Einzelmolekülstudien an 3D-Chromatin. Die Jury würdigte die Bedeutung ihrer Studien für die altersbedingte Unfruchtbarkeit und für unser Verständnis der Chromatinorganisation.

Juliette Fedry, Gruppenleiterin am MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, UK, wird für ihre Forschung über zelluläre Proteostase-Netzwerke in Physiologie und Krankheiten ausgezeichnet. Die Jury hob ihre Arbeit mit dem FIB CryoET-Verfahren hervor, mit dem sie die Translation von Proteinen in gesundem und krankem Gewebe in noch nie dagewesener Auflösung und in einem physiologisch relevanten Umfeld aufdeckt.

Die Preisverleihung fand am 3. Juli 2025 im Advanced Training Center des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg statt. Weitere Informationen zu Bewerbungsmodalitäten, Auswahlkriterien und bisherigen Preisträgern des Eppendorf Award for Young European Investigators unter www.eppendorf.com/award.

Der Eppendorf Award

Mit dem 1995 initiierten Eppendorf Award for Young European Investigators würdigt die Eppendorf SE herausragende Forschungsarbeiten auf dem biomedizinischen Sektor und fördert junge Wissenschaftler in Europa bis zum Alter von 35 Jahren. Der Award wird in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsmagazin Nature verliehen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus

  • Laura Machesky (University of Cambridge, UK)
  • Sadaf Farooqi (Wellcome-MRC Institute of Metabolic Science, Cambridge, UK)
  • Madeline Lancaster (MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, UK)
  • Ben Lehner (Wellcome Sanger Institute, Cambridge, UK; Center for Genomic Regulation PRBB, Barcelona, Spanien)
  • Stefan Raunser (Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie, Dortmund)
  • Michael Sixt (Institute of Science and Technology Austria ISTA, Klosterneuburg, Österreich)

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