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Marktanalyse Biotech-Sektor vor Neubewertung? Chancen in der zweiten Jahreshälfte 2025

Quelle: Pressemitteilung DNB Asset Management 2 min Lesedauer

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Trotz regulatorischer Unsicherheiten und politischer Turbulenzen in den USA mehren sich die Zeichen für eine Erholung im Biotech-Sektor. Warum das zweite Halbjahr 2025 Chancen für gezielte Investments bieten könnte, erklärt Rune Sand-Holm von DNB.

Rune Sand-Holm, Portfoliomanager bei DNB Asset Management (Bild:  DNB Asset Management)
Rune Sand-Holm, Portfoliomanager bei DNB Asset Management
(Bild: DNB Asset Management)

Der Biotech-Sektor hat sich im bisherigen Jahresverlauf 2025 schlechter entwickelt als der breite Aktienmarkt, wobei Small- und Mid-Cap-Titel am stärksten unter Druck geraten sind. Large-Cap-Unternehmen in der kommerziellen Phase haben sich insbesondere in den USA relativ robust gezeigt. „Wir glauben jedoch, dass sich die Aussichten in der zweiten Jahreshälfte aufhellen werden“, sagt Rune Sand-Holm, Portfoliomanager bei DNB Asset Management.

Niedrige Bewertungen, stabile Fundamentaldaten und erste M&A-Aktivitäten trügen zur Stimmungsverbesserung bei. Auch das Finanzierungsumfeld scheine sich für Unternehmen mit klaren Plattformen oder kurzfristigen Katalysatoren zu stabilisieren. Mit zunehmender politischer Klarheit in den USA und nachlassender makroökonomischer Unsicherheit könne es zu einer Neubewertung des Sektors kommen.

Laut Sand-Holm hätten US-Large-Caps wie Gilead oder Amgen sowie Mid-Caps mit erfolgreichen Produkteinführungen wie Ascendis solide Renditen erzielt. Kleinere Werte seien hingegen durch schwaches Sentiment und erschwerte Finanzierungsbedingungen belastet worden. Doch vereinzelt hätten auch Entwicklungsfirmen mit positiven Studienergebnissen – wie Merus – deutlich zugelegt.

Trotz Rückschlägen bei Unternehmen wie Sarepta Therapeutics, die mit regulatorischen Problemen konfrontiert seien, sehe man attraktive Chancen. Auch europäische Titel wie UCB oder Argenx könnten bei stabileren Rahmenbedingungen wieder an Wert gewinnen. Entscheidend seien differenzierte Technologien, klare Katalysatoren und eine solide Umsetzung.

Politisch belaste insbesondere die Situation in den USA den Sektor. Das Gesundheitsministerium (HHS) und die FDA seien durch Führungswechsel und Budgetkürzungen unter Druck geraten. Verzögerungen bei der Zulassung neuer Medikamente und Unsicherheiten über die zukünftige Förderpolitik könnten sich negativ auswirken. Gleichzeitig begrüße man bei DNB die technologische Offenheit des neuen FDA-Direktors, etwa im Hinblick auf KI-Anwendungen bei Zulassungsverfahren.

Auch die US-Zollpolitik sorge für Zurückhaltung: Zwar seien Arzneimittel bislang von Zöllen ausgenommen, doch potenzielle Maßnahmen könnten globale Lieferketten belasten und langfristige Investitionsentscheidungen erschweren.

Trotz der Herausforderungen erwartet DNB im weiteren Jahresverlauf positive Impulse – etwa durch klinische Studien, regulatorische Entscheidungen und Jahresendpositionierungen. Besonders im Mid-Cap-Segment mit strategischem Potenzial und anstehenden Meilensteinen sehe man interessante Einstiegsmöglichkeiten. In einem selektiven Marktumfeld könnten gezielte Investments in differenzierte Biotech-Titel lohnend sein.

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Schwesterportal PROCESS erschienen.

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