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Auszeichnung

Erster Anton-Paar-Forschungspreis vergeben

| Redakteur: Doris Popp

Vorne : Robin Ras und Quan Zhou von der Aalto University (Finland). Mitte: Bernhard Lendl und Johannes P. Waclaweck von der Technischen Universität Wien. Hinten: Gerhard Murer (Chief Scientist Anton Paar), Friedrich Santner (CEO Anton Paar), Prof. Wolfgang Kern (Montanuniversität Leoben), Ronald Henzinger (Head of R&D Anton Paar).
Vorne : Robin Ras und Quan Zhou von der Aalto University (Finland). Mitte: Bernhard Lendl und Johannes P. Waclaweck von der Technischen Universität Wien. Hinten: Gerhard Murer (Chief Scientist Anton Paar), Friedrich Santner (CEO Anton Paar), Prof. Wolfgang Kern (Montanuniversität Leoben), Ronald Henzinger (Head of R&D Anton Paar). (Bild: Anton Paar)

Der erste Anton-Paar-Forschungspreis für instrumentelle Analytik und Charakterisierung ist vergeben. Das Preisgeld von 20.000 Euro wird auf zwei Projekte aufgeteilt, die sowohl wissenschaftlich als auch in der messtechnischen Umsetzung herausragend sind.

Graz/Österreich – Robin Ras und Zhou Quan von der Aalto Universität in Finnland überzeugten die Jury mit ihrem Projekt zur ortsaufgelösten Messung der Benetzbarkeit von Oberflächen. Dazu wird ein an einen Messfühler fixierter Mini-Wassertropfen an die zu untersuchenden Oberfläche angenähert und nach der Berührung wieder abgezogen. Durch die Messung der auftretenden Kräfte im Nano-Newtonbereich erhält man Information darüber, wie stark die Oberfläche die Flüssigkeit am Kontaktpunkt anzieht oder abstößt. Führt man diese Messung an vielen Punkten der Oberfläche durch, erhält man eine Oberflächenlandkarte der Benetzbarkeit. Daraus kann man andere Informationen ableiten, etwa wie gut bestimmte Moleküle anhaften können, oder ob die Oberfläche für einen weiteren Beschichtungsvorgang geeignet vorbereitet ist. Die Forscher haben ihr Verfahren bereits zur Patentierung eingereicht.

Johannes Waclawek und Bernhard Lendl von der technischen Universität Wien wurden für einen kompakten, hoch auflösenden Spurengassensor ausgezeichnet, der ebenfalls bereits zur Patentierung angemeldet ist. Die Methode beruht auf der hochauflösenden Messung der Änderung des Brechungsindex, wenn das Spurengas mit einem Laserstrahl angeregt wird. Es besticht durch eine ausgefeilte Rauschunterdrückung.

Anton Paar hat 2018 den ersten „Anton Paar Forschungspreis für instrumentelle Analytik & Charakterisierung“ ausgeschrieben. Bei den Einreichungen waren neue Methoden und/oder Anwendungen der instrumentellen chemischen Analyse oder der physikalischen Charakterisierung von Materialien gesucht, die nicht älter als zwei Jahre sind. Insgesamt wurden 69 Projekte aus 19 Ländern für den ersten Forschungspreis von Anton Paar eingereicht. Die Ausschreibung für 2019 startet bald.

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