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Umweltbelastung durch Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon Feinstaubgrenzwerte: Positiver Trend setzt sich fort

Quelle: Pressemitteilung Umweltbundesamt 1 min Lesedauer

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Das Umweltbundesamt hat aktuelle Zahlen zur Umweltbelastung durch Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon veröffentlicht. Trotz eines insgesamt positiven Trends weisen die Experten darauf hin, dass z. B. die Einhaltungen der schärferen WHO-Luftqualitätsrichtlinien weitere Anstrengungen benötigen.

Seit fünf Jahren wurden die Feinstaubgrenzwerte in Deutschland eingehalten.(Bild:  marog-pixcells - stock.adobe.com)
Seit fünf Jahren wurden die Feinstaubgrenzwerte in Deutschland eingehalten.
(Bild: marog-pixcells - stock.adobe.com)

2022 gab es das fünfte Jahr in Folge keine Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte in Deutschland. Der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m3 Luft wurde nach aktueller Datenlage nur noch an zwei verkehrsnahen Messstationen in München und Essen überschritten. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes von bislang rund 500 Messstationen. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA): „Auch 2022 setzte sich die positive Entwicklung der letzten Jahre fort. Das ist zunächst sehr erfreulich. Trotz der erzielten Fortschritte muss jedoch berücksichtigt werden, dass die geltenden Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid vor mehr als 20 Jahren festgelegt wurden und nicht den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung entsprechen. Die EU-Kommission schlägt daher in ihrem Entwurf für eine neue Luftqualitätsrichtlinie schärfere, sich stärker an den Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientierende Grenzwerte vor.“

Bei den Überschreitungen des NO2-Grenzwertes waren es im Jahr 2021 nur drei Städte in Deutschland. 2022 werden es voraussichtlich nur noch zwei Städte sein. Nach Auswertung der bereits jetzt vorliegenden Daten der automatisch messenden Stationen liegt auf jeden Fall München mit einem Jahresmittelwert von 49 µg/m3 über dem Grenzwert von 40 µg/m3. Auch für Essen ist eine Überschreitung zu erwarten. Die geltenden Grenzwerte für Feinstaub (PM10 und PM2,5) wurden erneut deutschlandweit eingehalten. 42 Prozent der Messstationen wiesen jedoch PM10-Jahresmittelwerte oberhalb des Luftgüteleitwertes der WHO auf. An fast allen der etwa 200 Stationen (99,5 Prozent) wurde der WHO-Richtwert für Feinstaub PM 2,5 (5 µg/m3) überschritten.  (clu)

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