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Forum zum Thema halogenierte persistente Schadstoffe

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Poly- und perfluorierten Alkylsubstanzen stehen im Zentrum der Diskussion

Der zweite Veranstaltungstag war ausschließlich den poly- und perfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) gewidmet, einer industriell genutzten Stoffgruppe, die rund 4000 Verbindungen umfasst und die derzeit in vielen Teilen Deutschlands, aber auch global, im Zentrum der Diskussion steht. Hintergrund hierfür ist die weltweite Nutzung und Verbreitung in Luft, Boden und insbesondere Wasser in Kombination mit der hohen Persistenz aufgrund der sehr stabilen C-F-Bindungen und die toxikologische Neubewertung zweier wesentlicher Vertreter, nämlich PFOA (Perfluoroctansäure) und PFOS (Perfluoroctansulfonat), durch die EFSA. Nach Ansicht der EFSA weisen beide Verbindungen eine um Zehnerpotenzen höhere Toxizität als bisher angenommen auf und müssen daher entsprechend niedriger reguliert werden. Ebenso wie bei den Dioxinen ergeben sich hieraus entsprechende Herausforderungen für die Analytik, aber auch für Verzehrsempfehlungen an den Konsumenten und die zum Teil notwendigen Optimierungen von z.B. Klärwerken und Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung. Einig waren sich die Wissenschaftler daher, dass sowohl die Nutzung, wie auch die Verbreitung global minimiert werden muss.

Insgesamt 77 meinungsbildende und führende Wissenschaftler aus 14 Nationen haben das Forum on Halogenated Pollutants besucht.

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