Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Forschende haben eine neue Methode entwickelt, um eine Vielzahl menschlicher Nieren-Organoide aus Stammzellen herzustellen. Mithilfe normothermer Perfusionsmaschinen wurden die Organoide in lebende Schweinenieren eingebracht, überwacht und anschließend im selben Tier transplantiert.
24 bis 48 Stunden nach Transplantation blieben die Organoide integriert, vital, lösten keine nennenswerte Immunreaktion aus und funktionierten normal. Der Ansatz ermöglichte Echtzeitmessungen physiologischer Parameter und eröffnet Wege, Organe vor einer Transplantation zu regenerieren oder zu reparieren, Wartezeiten zu verkürzen und die Zahl transplantierbarer Organe zu erhöhen.
Erstmals wurden mittels Mikroaggregation und Gentechnik tausende uniforme Organoide sicher und präzise produziert – geeignet für Wirkstofftests und Krankheitsforschung.
Auf dem Bild zu sehen ist ein konfokales Mikroskopiebild eines Nierenorganoids am 16. Tag der Differenzierung. Die Zellen wurden mithilfe von Immunfluoreszenz in unterschiedlichen Farben markiert, um spezifische Komponenten zu identifizieren: LTL (grün: Nierentubuli), WT1 (rot: Podozyten), PODXL (gelb: Podozyten) und DAPI (blau: Zellkerne). Dieses Bild zeigt die Anordnung der verschiedenen Zelltypen innerhalb des Nierenorganoids.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 6.11.2025 (Bild: Institute for Bioengineering of Catalonia)

