Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
KI trifft auf CRISPR und legt damit den Grundstein für eine neue Generation von Gentherapien.
Ein Forscherteam der Universität Zürich hat eine leistungsstarke neue Methode zur präzisen Editierung von DNA entwickelt, die modernste genetische Engineering-Techniken mit künstlicher Intelligenz kombiniert. Diese Technik eröffnet die Möglichkeit für genauere Modelle menschlicher Erkrankungen und legt den Grundstein für Gentherapien der nächsten Generation.
Mit dem KI-Tool „Pythia“ können Wissenschaftler voraussagen, wie Zellen ihre DNA reparieren, nachdem sie von Werkzeugen wie CRISPR/Cas9 geschnitten wurde. Durch die Nutzung vorhersehbarer Reparaturmuster soll das Risiko unerwünschter genetischer Veränderungen minimiert werden. Damit hat das Verfahren das Potenzial, sowohl in der Biotechnologie als auch in der Gentherapie Anwendung zu finden.
Nach erfolgreichen Tests in menschlichen Zellkulturen wurde die Methode auch in anderen Organismen, einschließlich der Frösche Xenopus und lebenden Mäusen, erprobt.
Auf dem Bild zu sehen ist ein fluoreszenzmarkiertes neuronales Molekül, das in einer lebenden Kaulquappe abgebildet wurde, wobei die Farben die Bildtiefe darstellen. Das Gehirn und die Spinalnerven erscheinen oben in Türkis bis Violett, und der Verlauf der peripheren Nerven ist im gesamten Körper der Kaulquappe sichtbar.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 21.8.2025 (Bild: Taiyo Yamamoto, University of Zurich)

