Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Seit Anbeginn der Erdgeschichte treffen winzige Gesteins- und Metallpartikel aus dem Weltraum auf unseren Planeten. In Gesteinsschichten eingeschlossen, können diese Mikrometeoriten über Milliarden Jahre erhalten bleiben. Forschende der Universität Göttingen, der Open University in England, der Universität Pisa und der Leibniz Universität Hannover haben eine Methode entwickelt, mit der sie anhand solcher fossilen Mikrometeoriten die Atmosphäre der Vergangenheit rekonstruieren können.
Mit einer neuen Methode bestimmten die Forschenden erstmals die Zusammensetzung von Sauerstoff- und Eisen-Isotopen in winzigen fossilen Mikrometeoriten aus unterschiedlichen geologischen Zeiträumen sehr genau. Die Daten ermöglichen Rückschlüsse auf damalige CO2-Konzentrationen und auf die globale Bildung von organischer Substanz vor allem durch die Photosynthese von Pflanzen.
Das Bild zeigt eine elektronenmikroskopische Aufnahme eines 240 Millionen Jahre alten Mikrometeorits. Die Strukturen entstehen bei der Interaktion mit der Erdatmosphäre. Der Sauerstoff im Mikrometeorit erlaubt Rückschlüsse auf die urzeitliche Atmosphäre. Skalenbalken: 10 µm
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Wissenschaftsbild des Tages vom 31.7.2025 (Bild: Fabian Zahnow)

