Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Alle Zellen tragen dieselbe DNA, doch Genexpression – das Ein- und Ausschalten bestimmter Gene – ist entscheidend für die Bildung unterschiedlicher Körperteile. Das Team um Dr. Irène Amblard und Dr. Vicki Metzis vom MRC Laboratory of Medical Sciences in London untersucht, wie Gene durch spezifische DNA-Elemente gesteuert werden.
Im Fokus steht das Gen Cdx2, das beeinflusst, wo und wann Vorläuferzellen des Rückenmarks entstehen. Die Wissenschaftler entdeckten einen „Dämpfer“, ein DNA-Element, das die Genexpression zeitlich und zellspezifisch reduziert. Ähnlich einem genetischen Dimmschalter ermöglicht seine Veränderung die Feinsteuerung der Genaktivität. Experimente an Maus-Embryonen verdeutlichten seine Rolle bei der Körperentwicklung.
Diese Erkenntnisse könnten programmierbare Genexpression ermöglichen und somit neue therapeutische Strategien bieten, um Krankheiten zu bekämpfen, die durch Genfehlregulation entstehen.
Das Bild zeigt, wie ein sich entwickelnder Maus-Embryo von Kopf bis Schwanz verschiedene Gene (grün, magenta, zyan) exprimiert, um unterschiedliche Körperteile zu erzeugen.
Hier gehts zur Originalmeldung
Wissenschaftsbild des Tages vom 8.7.2025 (Bild: Irene Amblard, Development & Transcriptional Control Group, MRC Laboratory of Medical Sciences)

