Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine entzündliche Hautkrankheit mit schmerzhaften Knoten und Abszessen, oft in Hautfalten. Eine kleine Studie der Johns Hopkins Medicine (12 Betroffene, 8 Kontrollen) deutet darauf hin, dass hormonstörende Chemikalien aus stark verarbeiteten Lebensmitteln und Einwegplastik (z. B. Bisphenole, Phthalate) HS mitauslösen oder verschlimmern können.
In Hautproben von HS-Patienten fanden Forschende weniger des Proteins/Gens Nicastrin (NCSTN) in bestimmten Hautzellen (Fibroblasten). Wenn NCSTN fehlt, reagieren diese Zellen stärker auf Entzündungssignale und produzieren mehr Entzündungsstoffe. Außerdem zeigten sich in HS-Haut mehr Abbauprodukte der genannten Plastik-Chemikalien. Im Labor senkte ein Mix dieser Stoffe NCSTN dosisabhängig und erzeugte ein ähnliches Entzündungsmuster.
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass weniger Kontakt mit solchen Chemikalien bei einigen Menschen die HS-Beschwerden mindern könnte. Es sind jedoch größere Studien nötig, um diesen Effekt zu bestätigen.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 11.12.2025 (Bild: Kaitlin Williams, Johns Hopkins Medicine)

