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Bestimmung des Humusgehalts in Böden per TOC-Suspensionsmethode
Genug Futter für die Pflanzen?

Ein Gastbeitrag von Sascha Hupach, Produktspezialist, Shimadzu Deutschland GmbH 4 min Lesedauer

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Der Humusanteil in Böden bestimmt u. a. deren Fruchtbarkeit und ist somit ein wichtiger Analysenparameter in der Landwirtschaft. Die TOC-Suspensionsmethode bietet eine Alternative zu den klassischen Untersuchungsmethoden, denn sie erlaubt eine Mehrfachbestimmung aus einer einzelnen Einwaage und bietet damit eine hohe analytische und statistische Sicherheit.

Abb. 1: Der Gehalt an Humus im Boden bestimmt mit, wie viel Ertrag eine landwirtschaftliche Fläche erbringt. (Symbolbild)(Bild: ©  Lukas - stock.adobe.com)
Abb. 1: Der Gehalt an Humus im Boden bestimmt mit, wie viel Ertrag eine landwirtschaftliche Fläche erbringt. (Symbolbild)
(Bild: © Lukas - stock.adobe.com)

Für manche sind Böden in erster Linie Dreck. Das ist natürlich weit gefehlt. Tatsächlich sind Böden komplexe Gemische aus Wasser, anorganischen Bestandteilen wie Silikaten oder Tonmineralen, aber auch organischen Bestandteilen, etwa aus abgestorbenem Biomaterial wie Blättern, Wurzeln, Bodentieren und vielem mehr. Böden enthalten zudem zahlreiche lebende Organismen, die u. a. für den Ab- und Umbau organischer Substanz verantwortlich sind und damit den Nährstoffkreislauf im Boden sicherstellen. Eine große Bedeutung für die Bodenstruktur sowie für verschiedene biologische wie ökologische Funktionen der Böden hat der Humusanteil. Er entspricht der organischen Substanz der Böden (organische Bodensubstanz = OBS).

Klassische Verfahren zur Bestimmung des Humusgehalts

Ein ausreichender Humusgehalt ist in der Landwirtschaft ein zentraler Baustein für eine nachhaltige, hohe Bodenfruchtbarkeit. Humus beeinflusst viele Bodeneigenschaften, die die Ertragsfähigkeit, Bearbeitbarkeit, Erosionsanfälligkeit und die Filter- und Pufferfunktion beeinflussen. Daher ist es für landwirtschaftliche Betriebe wichtig, den Humusgehalt von Böden zu ermitteln. Dazu werden i. d. R. zwei verschiedene Verfahren genutzt: die Bestimmung des TOC (engl. Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) oder des Glühverlustes.