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Marktübersicht FTIR-Spektrometer
Geräte-Guide zur Infrarotspektroskopie

Aktualisiert am 04.04.2024 Von Christian Lüttmann 4 min Lesedauer

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Modular und flexibel: moderne FTIR-Spektrometer sind kompakt und nicht nur im Labor, sondern auch als Handgerät vor Ort im Einsatz. Unsere Marktübersicht zeigt, welche Geräte und Hersteller aktuell auf dem Markt vertreten sind.

Abb.1:  Moderne FTIR-Spektrometer erfordern nahezu keine Probenvorbereitung und können aufgetragene Flüssigkeiten und Feststoffe direkt vermessen (Symbolbild).(Bild:  © S. Singha - stock.adobe.com)
Abb.1: Moderne FTIR-Spektrometer erfordern nahezu keine Probenvorbereitung und können aufgetragene Flüssigkeiten und Feststoffe direkt vermessen (Symbolbild).
(Bild: © S. Singha - stock.adobe.com)

Spektroskopische Methoden sind in gewisser Weise das Analytik-Pendant zum Schweizer Taschenmesser: Sie eignen sich für vielseitige Arbeitsaufträge, sei es am Anfang eines Workflows in der Produkt­entwicklung, am Ende eines Prozesses in der Qualitätskontrolle oder generell zu Forschungsfragen. Mit hochwertigen IR-Spektren lassen sich Materialien auf ihre chemischen Komponenten hin analysieren und beispielsweise Fremdstoffe nachweisen. Da kaum ein Labor ohne eine Grundausstattung mit IR-Spektrometern auskommt, ist die Technik in den Geräten heute auf einem hohen Level angekommen und erlaubt eine schnelle und zuverlässige Analyse der Proben.

Von IR zu FTIR

Während in älteren Spektrometern noch Einzelmessungen für jede Wellenlänge durchgeführt und anschließend zum Spektrum zusammengesetzt wurden, ist der gängige Standard heute die Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie (FTIR). Hier wird durch einen thermischen Strahler als Lichtquelle direkt eine große Bandbreite an Wellenlängen gleichzeitig verwendet. Ein beweglicher Spiegel sorgt für einen Versatz des Lichtstrahls während der Messung, wobei durch Interferenz verschiedene Teile des Lichts verstärkt oder abgeschwächt werden. Heraus kommt zunächst ein Interferogramm (Lichtintensität in Abhängigkeit der Spiegelposition), welches vom Computer in ein klassisches Spektrogramm umgerechnet wird (Fourier-Transformation). Die FT-IR-Methode ist nicht nur schneller als herkömmliche IR-Spektroskopie, sondern bietet auch ein verbessertes Signal-zu-Rausch-Verhältnis sowie eine höhere Wellenlängengenauigkeit und hat sich damit als Standard durchgesetzt.