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Fazit: Kohlenstoffbilanz bleibt unverändert
Die theoretische Betrachtung zeigt, dass ein Wachstum typischer Keime mit einem Durchmesser von rund zwei Mikrometern auf Werte um 100 000 KBE/ml die Kohlenstoffbilanz der Trägerlösung nicht verändert. Dies ist bedingt durch die extrem geringen Konzentrationen, und weiterhin dadurch, dass mobiler organischer Kohlenstoff voraussichtlich zunächst nur in den Zellen „umgebaut“ wird.
Die beiden geschilderten experimentellen Überprüfungen haben diese Zusammenhänge im vollen Umfang bestätigt. Als Konsequenz ist mögliches mikrobiologisches Wachstum in Wasserproben aus der Reinigungsvalidierung hinsichtlich der TOC-Bestimmung unkritisch. Die Kühlung von Proben im Verlauf der Transportkette, die logistisch und ökonomisch höhere Anforderungen stellt, kann somit entfallen. Auf eine Zwischenlagerung im Kühlschrank sollte verzichtet werden, weil Kühlschränke mit kühlen, feuchten und organikhaltigen Dämpfen die Probengefäße aus der Reinigungsvalididerung äußerlich kontaminieren, was ein Kontaminationsrisiko für die Entnahme darstellt. Insgesamt wurden damit die vorausgegangenen Empfehlungen zur Probenahme für die TOC-Bestimmung in der Reinigungsvalidierung und die vorausgegangenen experimentellen Findungen an Saccharoselösungen mit 500 ppb TOC bestätigt [1].
Die Integrität des Gesamtkohlenstoffs ist auch bei Keimwachstum auf beispielsweise 2 500 000 KBE/ml über einen Zeitraum von zehn Tagen gesichert und damit zunächst unabhängig von metabolischen und katabolischen mikrobiologischen Vorgängen. „Integrität“ wird in diesem Zusammenhang so verstanden, dass weder eine Abnahme, noch eine Zunahme des Gesamtkohlenstoffgehalts erfolgt.
Im Umkehrschluss kann eine mikrobiologische Belastung von gereinigtem Wasser mit beispielhaften Werten von 10 000 KBE/ml bis 100 000 KBE/ml bei einer Ergebnislage unterhalb des Grenzwerts von maximal 0,5 ppm nicht über den TOC detektiert werden.
Literatur
[1] TECHPharm GmbH, TOC-Bestimmungen an Saccharoselösungen mit 500 ppb TOC nach Lagerung bei 5 ± 3 °C, 25 ± 2 °C und 40 ± 2 °C, unveröffentlichte Ergebnisse
[2] “Bacterial Dry Matter content and Biomass Estimations”, Gunnar Bratbak und Ian Dundas, Applied and Environmental Microbiology, 10/1984, S. 755-757
* A. Paul, A. Bayerl, Dr. W. Woiwode: TECHPharm GmbH, 76646 Bruchsal, Tel. +49 (0) 72 51 / 7 24 84 - 01
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