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SFC: CO2 als mobile Phase
Grüne Alternative zur HPLC?

Ein Gastbeitrag von Isabelle Möller, Shimadzu Deutschland 5 min Lesedauer

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Wurde sie früher als „Science Fiction Chromatographie“ verschrien, bietet die Supercritical Fluid Chromatography (SFC) heutzutage eine zuverlässige orthogonale Trenntechnik zu klassischen Trennmethoden. Die Vorteile der SFC sind zahlreich – von einem geringeren Lösungsmittelbedarf bis hin zu einer höheren Auflösung.

Abb.1: Phasendiagramm von Kohlendioxid: Oberhalb einer Temperatur von 31,1 °C und einem Druck von 73,9 bar wird der überkritische Zustand erreicht.(Bild:  Shimadzu)
Abb.1: Phasendiagramm von Kohlendioxid: Oberhalb einer Temperatur von 31,1 °C und einem Druck von 73,9 bar wird der überkritische Zustand erreicht.
(Bild: Shimadzu)

Themen wie „Green Chemistry“, der verantwortliche Umgang mit Ressourcen und die umweltfreundliche Vorgehensweise bei Analysen und Trennungen haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Durch ein gestiegenes Umweltbewusstsein der Gesellschaft werden zahlreiche Bemühungen unternommen, Prozesse so zu optimieren, dass Abfälle reduziert werden und sich der ökologische Fußabdruck verringert. Spätestens aber seit der Weltwirtschaftskrise 2009 und der damit verbundenen starken Preissteigerung von Acetonitril, dem hauptsächlich verwendeten Lösungsmittel in der Flüssigchromatographie (High Performance Liquid Chromatographie, HPLC), ist „Green Chemistry“ auch aufgrund ökonomischer Optimierungen von Interesse.

Ein geringerer Bedarf an Lösungsmitteln bietet nicht nur Einsparungspotenzial bei deren Erwerb, auch die oft teure Entsorgung von Gefahrstoffen wird durch verringerte Lösungsmittelbedarfe reduziert.