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Vorläufige Bilanz für 2018

Gute Umsatzzahlen für die Labor- und Analysentechnik

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Zufriedene Gesichter in den Chefetagen der deutschen Labor- und Analysentechnik-Hersteller: Für 2018 vermeldete der Branchenverband Spectaris sowohl beim Umsatz wie bei den Mitarbeiterzahlen ein signifikantes Wachstum. Vor allen Dingen das internationale Geschäft hat sich mit einem Plus von fast neun Prozent sehr positiv entwickelt.

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„Wir plädieren für den Fortbestand und Ausbau des freien internationalen Warenverkehrs. Hier ist die Politik gefordert, den derzeitigen protektionistischen Tendenzen einiger Länder konsequent entgegenzutreten“, erklärte Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Spectaris-Fachverbands Analysen-, Bio- und Labortechnik.
„Wir plädieren für den Fortbestand und Ausbau des freien internationalen Warenverkehrs. Hier ist die Politik gefordert, den derzeitigen protektionistischen Tendenzen einiger Länder konsequent entgegenzutreten“, erklärte Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Spectaris-Fachverbands Analysen-, Bio- und Labortechnik.
(Bild: Spectaris)

Berlin – Anlässlich des Spectaris-Branchentages Analysen-, Bio- und Labortechnik im Februar 2019 zieht die Branche eine positive Bilanz: Nach vorläufigen Hochrechnungen des Industrieverbandes erzielten die 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik 2018 einen Umsatzzuwachs von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positive Impulse kamen dabei sowohl aus dem Inland (+4,3 %), vor allem jedoch aus dem internationalen Geschäft (+8,7%). Die Beschäftigtenzahl stieg um 6,3 Prozent auf rund 47.000 Mitarbeiter. Für das laufende Jahr rechnet die Branche mit einem Umsatzplus in ähnlicher Größenordnung, wenn auch Unsicherheiten bezüglich einer konjunkturellen Eintrübung bestehen.

Exportquote von 53 Prozent

Angesichts einer Exportquote von 53 Prozent ist die Nachfrage aus dem Ausland eine wichtige Basis für das Branchenwachstum. Gut 40 Prozent der deutschen Exporte von Analysen-, Bio- und Labortechnik gingen 2018 in Länder der Europäischen Union. Auf die Geschäfte mit den USA und China entfielen rund 13 bzw. rund 11 Prozent der Ausfuhren.

Eine wesentliche Voraussetzung dieser erfolgreichen Entwicklung ist der Fortbestand und Ausbau des freien internationalen Warenverkehrs. „Hier ist die Politik gefordert, den derzeitigen protektionistischen Tendenzen einiger Länder konsequent entgegenzutreten“, erklärte Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Spectaris-Fachverbands Analysen-, Bio- und Labortechnik, auf dem Branchentag bei der Fima Agilent.

Digitalisierung als zentrales Zukunftsthema

„Eine nachhaltige Digitalisierung der Branche ist ebenso unabdingbar für eine erfolgreiche Zukunft der Branche“, betonte Kuchejda. „Unternehmen müssen die Marktanforderungen erkennen und konsequent umzusetzen. Die Politik ist in der Verantwortung, den deutschen Mittelstand hier zu unterstützen.“ Der Gastgeber des Branchentages, die Firma Agilent Technologies Deutschland in Waldbronn, zeigte in einem Vortrag, wie Digitalisierung und digitaler Kulturwandel durch Kundenfokussierung und Einsatz agiler Projektmanagement-Methoden bereits gelebt wird.

Eine wichtige Voraussetzung für die erfreuliche Branchenentwicklung ist die Vielfalt der Anwendungsbereiche der Analysen-, Bio- und Labortechnik. Die größten Abnehmerbranchen sind derzeit die Bereiche Pharma und Chemie, weitere Industriebereiche wie z.B. die Halbleiterindustrie sowie die öffentliche Hand. Immer stärker wachsend ist das Segment Life Sciences. In den Life Sciences-Laboren werden die Produkte der gesamten Analysen-, Bio- und Labortechnik benötigt, was das Feld zu einem attraktiven Absatzmarkt macht.

Weiteren Input zu den Herausforderungen der Branche bietet der Spectaris-Trendradar Lab.Vision am 7. und 8. Mai bei BASF in Ludwigshafen. Die Veranstaltung bietet mit einem Programm-Mix aus Workshops zur Digitalisierungsansätzen und Vorträgen zur aktuellen Technologietrends zahlreiche Ansatzpunkte für die Umsetzung im eigenen Unternehmen.

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