Hirnaktivität bei Bewegungsstörungen (Wissenschaftsbild des Tages)
Eine Studie der Virginia-Tech-Neurowissenschaftlerin Meike van der Heijden vom Fralin Biomedical Research Institute stellt eine weit verbreitete Annahme in der Erforschung neurologischer Bewegungsstörungen infrage. Oft konzentrieren sich Neurowissenschaftler auf die Aktivität zweier Zelltypen: Purkinje-Zellen im Kleinhirn und Zellen in den tiefen Kleinhirnkernen. Bisher gingen Forschende davon aus, dass die Aktivität der Purkinje-Zellen zuverlässig Rückschlüsse auf die Aktivität der tiefer liegenden Kernzellen erlaubt – da Purkinje-Zellen deren Aktivität hemmen.
Van der Heijdens Studie widerlegt diese Annahme. „Wir sehen, dass es keine klare lineare Beziehung zwischen der Aktivität der Purkinje-Zellen und der der tiefen Kernzellen gibt. Die Vorhersagekraft der einen für die andere ist daher sehr begrenzt“, sagt die Neurowissenschaftlerin.
Das Bild zeigt: Purkinje-Zellen im Kleinhirn (grün) und Zellen der tiefen Kleinhirnkerne (dunkle Bereiche mit grünen Einsprengseln in der Bildmitte).
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Wissenschaftsbild des Tages vom 2.7.2026 (Bild: Meike van der Heijden/Virginia Tech)

