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Entwicklung und Optimierung eines autonomen, mobilen Laborroboters
Kevin – nicht allein im Labor

Das Gespräch führte Dr. Ilka Ottleben 5 min Lesedauer

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Die zunehmende Automatisierung von Prozessen, macht auch vor dem Labor nicht halt. Kann sie doch u. a. die Reproduzierbarkeit von Analysen erhöhen und wertvolle Zeit sparen. Der autonome Laborroboter „Kevin“ geht sogar noch einen Schritt weiter, denn er ist in der Lage, Labormitarbeitenden im eigentlichen Sinne zuzuarbeiten. Nun soll er in Serienproduktion gehen.

Andreas Traube vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA(Bild:  Fraunhofer IPA)
Andreas Traube vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
(Bild: Fraunhofer IPA)

Die Automatisierung von Laborprozessen in der Chemie, Bio-, Pharma- und Lebensmitteltechnologie sowie in der Medizin spielt eine immer größere und wichtigere Rolle. „Kevin“ ist ein autonomer, mobiler Laborroboter. Herr Traube, welche Aufgaben kann er im Labor übernehmen?

Andreas Traube: Der mobile Laborroboter „Kevin“ kann dabei unterstützen, Transportaufgaben im Labor zu übernehmen. Dies kann z. B. der Transport von Lagerbereichen zu Arbeitsplätzen sein, oder auch zurück. Dabei kann Kevin selbstständig mit anderen Laborgeräten, die über dieselbe Steuerung verbunden sein müssen, interagieren und beispielsweise Mikrotiterplatten von einem Gerät zu einem anderen bringen. Dadurch werden verkettete vollautomatische Workflows umsetzbar, wie man sie bisher nur aus geschlossenen automatisierten Anlagen kennt, die sich jedoch nur bei höheren Probendurchsätzen gelohnt haben.