Knochenimplantat aus Hydrogel? (Wissenschaftsbild des Tages)
Aus einem puddingweichen Material wollen Forschende der ETH Zürich Implantate für beinharte Knochen herstellen. Das neu entwickelte Hydrogel ist natürlichen Knochenheilung nachempfunden. Es besteht zu 97 Prozent aus Wasser und zu 3 Prozent aus einem biologisch verträglichen Polymer. Damit es sich verfestigen kann, fügten die Forschenden zwei Moleküle zu: ein Verbindungsmolekül, das die Polymerketten miteinander verknüpft, und ein auf Licht reagierendes Molekül, das die Reaktion in Gang setzt.
In ersten Tests zeigten die Wissenschaftler bereits, dass das Implantat-Material biokompatibel ist und die knochenbildenden Zellen nicht schädigt. Die Forschenden haben das Basismaterial patentieren lassen und möchten es der medizinischen Industrie zugänglich machen.
Das Bild zeigt knochenbildende Zellen (violett). Sie haben ein Hydrogel besiedelt, das wie Knochen strukturiert wurde, und Kollagen (hellblau) produziert.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 10.3.2026 (Bild: Margherita Bernero / ETH Zürich)

