Knochenimplantat aus Hydrogel? (Wissenschaftsbild des Tages)
Chemiker der New York University haben gezeigt, dass sich DNA-Bausteine auch zu dreidimensionalen Strukturen zusammenlagern können, wenn sie keine Wasserstoffbrückenbindungen eingehen. Normalerweise sorgen die Wasserstoffbrücken dafür, dass sich die Einzelstränge zu der DNA-Doppelhelix verbinden.
Die Forschenden haben im Experiment aber einen geometrischen Mechanismus genutzt, um einzelne DNA-Bausteine zu verbinden: Wie bei einem Puzzle fügen sich die Teile allein durch ihre Form zusammen. Entscheidend ist die flache Grenzfläche am Ende jeder DNA-Doppelhelix. Durch gezielte Veränderung dieser Stapelungsfläche steuern die Forschenden, ob sich rechts- und linkshändige DNA abstoßen, mischen oder geschichtete Strukturen bilden. Dreieckige DNA-Einheiten lagern sich dabei wie Ziegelsteine ohne Mörtel zusammen.
Das Bild zeigt rechts- und linkshändige DNA-Bausteine (blau und rosa). Sie lagern sich aufgrund ihrer Form und Stapelung zu gespiegelten Schichten zusammen.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 5.3.2026 (Bild: Simon Vecchioni)

