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Fusion bekannt gegeben Labfolder und Cubuslab werden zu Labforward

| Redakteur: Marc Platthaus

Die beiden Unternehmen Labfolder und Cubuslab gaben während der Labvolution in Hannover ihre Fusion bekannt. Unter dem neuem Firmennamen Labforward wollen sie eine herstellerunabhängige Plattform zur Integration von Laborgeräten und eine Laborsteuerungssoftware entwickeln.

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Julian Lübke, Head of Cubuslab Product und Cubuslab Mitgründer (l.) und Dr. Simon Bungers, CEO und Mitgründer von Labfolder, während der Labvolution-Pressekonferenz, auf der die beiden Unternehmen ihre Fusion bekannt gaben.
Julian Lübke, Head of Cubuslab Product und Cubuslab Mitgründer (l.) und Dr. Simon Bungers, CEO und Mitgründer von Labfolder, während der Labvolution-Pressekonferenz, auf der die beiden Unternehmen ihre Fusion bekannt gaben.
(Bild: LABORPRAXIS/Ottleben)

Berlin, Karlsruhe – Labfolder, Spezialist für elektronische Laborjournal-Software (ELN, Electronic Lab Notebook), und Cubuslab, ein Anbieter einer herstellerunabhängigen Plattform zur digitalen Integration von Laborgeräten, geben heute ihre Fusion bekannt. Das gemeinsame Unternehmen wird Zukunft unter dem Namen Labforward agieren. Die bisherigen Unternehmes-Standorte – Berlin und Karlsruhe – bleiben bestehen.

Die Cubuslab-Produkte und die Kompetenzen des Cubuslab-Teams zusammen mit den Stärken von Labfolder ebnen der Labforward den Weg für einen wichtige strategische Fortentwicklung. „Ein Prozess im Labor hat drei grundlegende Schritte: Planung, Durchführung und Dokumentation”, erklärt Dr. Simon Bungers, CEO und Mitgründer von Labfolder. „Mit Labfolder sind wir in der Dokumentation verankert, dort, wo alle Daten zusammenlaufen; mit der Cubuslab-Plattform und den Daten von Laborgeräten vereinfachen und potenzieren wir die Zuläufe.” Die Cubuslab-Gründer bleiben im gemeinsamen Unternehmen. Dr. Bungers erklärt weiter: „Wir sind enorm beeindruckt von dem, was das Cubuslab-Team geleistet hat. Wir kennen und schätzen uns schon seit einigen Jahren, sodass wir uns neben der Erweiterung unserer Kompetenzen auch persönlich darüber freuen, in Zukunft zusammenzuarbeiten”.

Anders als bei vielen herstellereigenen Lösungen lassen sich mit der Cubuslab-Plattform herstellerübergreifend Laborgeräte integrieren, kontrollieren und steuern. „Labforward steht somit auch für Offenheit und Interoperabilität”, sagt Dr. Dominic Lütjohan, CEO und Cubuslab Mitgründer: „Wir glauben nicht daran, dass geschlossene Systeme langfristig am Markt Erfolg haben werden. Das heißt, dass die Cubuslab-Box und -Software auch mit anderen LIMS (Laboratory Information Management System) und ELN sprechen dürfen und Labfolder auch mit anderen Geräte-Plattformen interagiert. Wichtig ist, dass wir über die Kompetenzen in beiden Bereichen verfügen - im Labor, wo die Daten entstehen, und dort, wo die Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden.”

Erste Gespräche für Zusammenarbeit bereits 2017

Die Idee, die Kompetenzen beider Unternehmen zu vereinen, entstand schon Ende 2017. „Als Alumni des Merck Accelerator Programms haben wir auf einer von Merck in Dubai organisierten Konferenz zusammen einen Vortrag gehalten”, erzählt Julian Lübke, Head of Cubuslab Product und Cubuslab Mitgründer. „Wir haben damals nach unserem Vortrag schon gescherzt, dass wir uns eigentlich zusammenschließen müssten. Im folgenden Jahr haben wir dann in so vielen Projekten zusammengearbeitet, dass die wirklich riesigen Vorteile der Kooperation für beide Parteien deutlich zu Tage getreten sind und aus der anfänglichen Idee wurde Ernst.”

Die erste gemeinsam entwickelte Innovation stellen Cubuslab und Labfolder im Rahmen der diesjährigen Labvolution erstmalig vor: Ein Laborsteuerungs-System (Lab Execution System, LES), mit dem sich Laborgeräte aller Hersteller intelligent zu smarten Workflows verknüpfen lassen. „Dadurch wird Arbeit im Labor effizienter und präziser.“ so Dr. Florian Hauer, CPO und Mitgründer von Labfolder. „Dadurch, dass alle Daten automatisch eingesammelt werden und im Labfolder ELN landen, wird zudem der Dokumentationsaufwand enorm reduziert.“

Die Labforward arbeitet nun mit führenden Unternehmen in Deutschland, Europa, USA und Asien zusammen, um diese Innovationen international auszurollen. Als nächstes Highlight steht im Herbst die Analytik-Messe „Beijing Conference and Exhibition on Instrumental Analysis“ (BCEIA) in Peking auf dem Plan.

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