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Interview: Nachhaltigkeit und wissenschaftliche Arbeit als Einheit denken
LEAF-Zertifizierung: Kleine Schritte, große Wirkung

Das Gespräch führte Dr. Ilka Ottleben 5 min Lesedauer

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Nachhaltigkeit im Laboralltag leben – wie die LEAF-Zertifizierung an einer Volluniversität gelingen kann und zudem hilfreich für Forschung und Lehre ist, zeigt ein Beispiel an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Labore sind energie- und materialintensive Arbeitsumgebungen. Doch es gibt immer mehr Bestrebungen, auch diese Arbeitswelten nachhaltiger zu gestalten. (Symbolbild)(Bild: ©  Hubba Bubba - stock.adobe.com)
Labore sind energie- und materialintensive Arbeitsumgebungen. Doch es gibt immer mehr Bestrebungen, auch diese Arbeitswelten nachhaltiger zu gestalten. (Symbolbild)
(Bild: © Hubba Bubba - stock.adobe.com)

Nachhaltigkeit spielt auch im Laboralltag eine wichtige Rolle. Das University College London (UCL) hat ein international anerkanntes Zertifizierungsprogramm namens Laboratory Efficiency Assessment Framework (LEAF) entwickelt. Was sind die Zielsetzungen dieses Programms?

Dr. Laura Luber: Forschung ist eine Quelle des Wissens und zugleich ein Bereich mit hohem Ressourcenverbrauch. Labore sind bekanntermaßen energie- und materialintensive Arbeitsumgebungen. Sie benötigen bis zu zehnmal mehr Energie als Bürogebäude und erzeugen erhebliche Abfallmengen. Global betrachtet entstehen zum Beispiel allein in den Laboren der medizinischen, biologischen und agrarwissenschaftlichen Forschung jedes Jahr Millionen Tonnen Kunststoffabfall. Dennoch zeigen Studien, dass bereits kleine Verhaltensänderungen große Wirkung entfalten können. Diese Chancen nutzen wir an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Das LEAF-Programm hilft uns dabei.