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Fachkräftemangel Lean Management als Schlüssel gegen Fachkräftemangel

| Autor / Redakteur: Wolf-Christian Gerstner* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Durch den demografischen Wandel und intensiven Wettbewerb um Talente kommen auf Deutschlands Labore neue Herausforderungen zu. Wer unter diesen veränderten Rahmenbedingungen nicht nur seinen Laborbetrieb aufrecht- erhalten, sondern seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern möchte, braucht eine effektive Strategie.

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Abb.1: Aufgrund des Fachkräftemangels sollte die Laborproduktivität gesteigert werden.
Abb.1: Aufgrund des Fachkräftemangels sollte die Laborproduktivität gesteigert werden.
(Bild: ©Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel ist für viele Betriebe eine enorme Herausforderung. Auch viele Labore leiden bereits heute unter Deutschlands demografischen Problemen. Die Bevölkerungszahl und die Zahl der Berufseinsteiger werden in den kommenden Jahren abnehmen und zwar teilweise kräftig. Die Prognosen lassen einen Rückgang von rund einer halben Million Einwohner bereits im Jahr 2030 erwarten. Ein Minus, das der Zuzug aus dem Ausland nicht ausgleichen kann. Auch ein allfälliges Stottern des Konjunkturmotors wird den Fachkräftemangel nicht beseitigen.

Eng wird es vor allem für den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Bereits heute gibt es hier in 16 von 35 Berufen Engpässe, wie eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Chemie Arbeitgeber (BAVC) zeigt. Der „War of Talents“, der Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte, ist bereits seit Jahren Realität. Das trifft besonders Labore kleiner und mittelständischer Unternehmen. Ihnen fehlen oft die finanziellen Mittel und auch der Bekanntheitsgrad größerer Unternehmen, um bei der Personalsuche potenzielle Kandidaten zu überzeugen. Daher ist der Fachkräftemangel heute für viele Unternehmen in diesem Bereich nicht nur eine ganz wichtige Herausforderung, sondern eine reale Gefahr. Denn wer hier langfristig den Kürzeren zieht, muss zwangsläufig mit negativen Folgen für die Geschäftsentwicklung rechnen.