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Mobile Lebensmittelanalytik per NIR-Spektrometrie
Lebensmittel-Check to go: Kommt das Mainstream-Spektrometer für die Hosentasche?

Ein Gastbeitrag von Dr. Heinrich Grüger, Dr. Peter Reinig, Dr. Jens Knobbe, Jens Kruse* 7 min Lesedauer

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Ist das Produkt frisch? Das weiße Pulver Salz, Zucker oder ganz etwas anderes? Manchmal sind es ganz einfache Fragestellungen, die in der Lebensmittelzubereitung eine große Tragweite haben. Eine entsprechende Analytik hingegen ist komplex. Doch per Nahinfrarot (NIR)-Spektrometrie könnte sie sich künftig auch für mobile Anwendungen realisieren lassen.

Abb. 1: Animation einer mobilen vor-Ort Lebensmittelanalyse am Beispiel Avocado(Bild:  Fraunhofer IPMS)
Abb. 1: Animation einer mobilen vor-Ort Lebensmittelanalyse am Beispiel Avocado
(Bild: Fraunhofer IPMS)

Ist die Avocado, die Kiwi oder die Mango wirklich frisch oder schon kurz vorm Verderben? Oder noch unreif? Oft lässt sich dies anhand von Geruch oder Haptik der Lebensmittel mehr oder weniger gut herausfinden. Oft aber eben nicht immer. Und wer immer zuerst die Kiwi „durchdrückt", bevor er sie dann doch nicht kauft, wird maximal sich selbst gerecht. Warum nicht mit dem Smartphone direkt im Laden z. B. den Reifegrad von Obst und Gemüse selbst bestimmen? Geht das?

Die Nahinfrarot (NIR) -Spektrometrie ist für die Materialanalyse im Allgemeinen und die Frischeanalyse von Lebensmitteln im Speziellen ein im Laboreinsatz bewährtes Verfahren. Hochgenaue Geräte sind in der Lage, präzise Aussagen über den Zustand der Probe zum Zeitpunkt der Messung zu liefern. Hierbei kann jedoch die zeitliche Korrelation problematisch sein, wenn sich die Probe im Zeitraum von der Probennahme vor Ort bis zur Messung im Labor verändert oder wenn die Ergebnisse schnell benötigt werden, wie beispielsweise für eine Bewertung oder Selektion vor Ort.