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gesponsertHochwertiger Büro- und Laborneubau in Modulbauweise Life Science-Standort: Nachhaltig und schnell zum Laborneubau

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Der Freistaat Bayern hat gemeinsam mit ALHO auf dem Campus der Universität Augsburg ein neues Büro- und Laborgebäude in Modulbauweise errichtet. In nur zwölf Monaten entstanden auf 2.650 m² Bruttogeschossfläche 54 Raummodule mit Büros und 14 Laboren.

Der Büro- und Laborneubau auf dem Campus der Uni Augsburg besteht aus zwei funktional voneinander getrennten Baukörpern mit einem zweigeschossigen Labortrakt sowie einem dreigeschossigen Bürokomplex. (Bild:  © ALHO | Markus Steur)
Der Büro- und Laborneubau auf dem Campus der Uni Augsburg besteht aus zwei funktional voneinander getrennten Baukörpern mit einem zweigeschossigen Labortrakt sowie einem dreigeschossigen Bürokomplex.
(Bild: © ALHO | Markus Steur)

Laborgebäude gehören zu den komplexesten Bauaufgaben im Gesundheits- und Forschungswesen. Sie müssen flexible Arbeitsprozesse mit kurzen Wegen bei klarer Logistik ermöglichen und technische Höchstleistung mit hygienischer Sicherheit zusammenbringen – ein Spagat, der klassische Bauweisen oft überfordert

Öffentliche Vergabe mit klarer Zielvorgabe: Modulbau

Der Bauauftrag eines neuen Büro- und Laborgebäudes auf dem Campus der Universität Augsburg wurde im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens darum von Anfang an für Modulbauweise ausgeschrieben. Die geplante Bauzeit von nur zwölf Monaten wäre konventionell nur schwer realisierbar gewesen. Das Projekt ist Teil der Hightech-Agenda, die den Wissenschaftsstandort Bayern durch Investitionen in Forschung, Lehre und Infrastruktur stärken soll.

„Die Modulbauweise ist Teil der Hightech-Agenda Bayern“, erklärt Dana Brettel, Abteilungsleiterin LU4 beim Staatlichen Bauamt Augsburg, zuständig für die Universität Augsburg sowie High-Tech-Agenda-Maßnahmen. „Die Anpassungsfähigkeit von Modulgebäuden ermöglicht es, diese leicht zu erweitern oder umzubauen und bietet damit eine Flexibilität, sich veränderten Nutzungsbedingungen anzupassen“, ergänzt Brettel.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Das im Modulbau erfahrene Berliner Büro WGA Deutschland wurde vom Auftraggeber mit der Generalplanung (Objekt- und Fachplanung für die Leistungsphasen 1, 2 sowie 6 bis 8) beauftragt. ALHO erhielt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung als am besten bewerteter Anbieter den Auftrag für die Totalunternehmerleistung, übernahm mit der Leistungsphase 5 die gesamte Ausführungsplanung und arbeitete zusammen mit WGA an der Entwurfsplanung sowie bei den Leistungsphasen 4 sowie 6 bis 8 mit.

Straffe Planung unter hoher Komplexität beim Laborbau

Ingo Schumann, verantwortlicher Architekt bei WGA, erklärt: „Auch für die Universität als Nutzerin bot die Modulbauweise entscheidende Vorteile: Die hohe Vorfertigungstiefe der ALHO-Raummodule von rund 70% hatte eine wesentlich kürzere Bauzeit und währenddessen auch weniger Störungen durch Lärm und Schmutz auf dem belebten Unicampus zur Folge.“

Der Neubau besteht aus zwei funktional voneinander getrennten Baukörpern mit einem zweigeschossigen Labortrakt sowie einem dreigeschossigen Bürokomplex, die über einen gemeinsamen Erschließungskern verbunden sind. Insgesamt bietet das Gebäude Platz für über 40 neue Arbeitsplätze. Das Raumprogramm sah neben Büroräumen auch 14 Laboreinheiten, ergänzt durch Nebenräume vor. Jedes Labor folgt dabei einer klaren funktionalen Logik, von der Probenvorbereitung über die Analyse bis zur Auswertung. Die Labore sind nach den biologischen Sicherheitsstufen S1 und S2 klassifiziert, auch die technische Ausstattung musste hohen Anforderungen genügen.

Der Büro- und Laborneubau auf dem Campus der Uni Augsburg besteht aus zwei funktional voneinander getrennten Baukörpern mit einem zweigeschossigen Labortrakt sowie einem dreigeschossigen Bürokomplex. (Bild:  © ALHO | Markus Steur)
Der Büro- und Laborneubau auf dem Campus der Uni Augsburg besteht aus zwei funktional voneinander getrennten Baukörpern mit einem zweigeschossigen Labortrakt sowie einem dreigeschossigen Bürokomplex.
(Bild: © ALHO | Markus Steur)

Laut Architekt Schumann lag eine große Herausforderung beim Projekt in der Integration der haustechnischen Anlagen in die standardisierten Modulabmessungen. „Dennoch konnten wir das vorgegebene Raumprogramm mit all seinen Anforderungen umsetzen“, erklärt ALHO Projektleiter Mario Müller. „Die Steuerung der technischen Anlagen wie Heizung, Lüftung, Kühlung und Verschattung erfolgt über eine hochwertige Gebäudeautomationslösung. Ein zusätzlicher technischer Schwerpunkt lag in der Netzanbindung: Das Gebäude wurde für den Betrieb eines leistungsfähigen Hochleistungsrechners vorbereitet – was zusätzliche Anforderungen an die Medienversorgung stellte.”

Kurze Bauzeit durch Modulbauweise

Das Gebäude besteht aus 54 vorgefertigten Raummodulen unterschiedlicher Abmessung. Innerhalb nur weniger Tage und vorrangig nachts wurden sie in Etappen vom ALHO Werk in Morsbach auf die Baustelle geliefert und dort sofort montiert. Als Baugrund diente eine weitestgehend ungenutzte Parkfläche auf dem Campus. Der gesamte Bauprozess, einschließlich des Ausbaus, dauerte rund ein Jahr. Die städtebauliche Linie zwischen dem nördlich angrenzenden Physikgebäude und dem Innovationspark wird mit dem Bauwerk weitergeführt – sodass ein harmonisches Gesamtbild auf dem Unigelände entstand.

„Beim seriellen Bauen liegt die komplette Koordination der Gewerke stets in der Verantwortung des Modulbauers. Die Folge: Der interne Abstimmungsaufwand wird auf ein Minimum reduziert, eine hohe Planungs- und Terminsicherheit wird gewährleistet, ebenso wie eine konstant hohe Ausführungsqualität. Und Dank eingespielter Teams und optimierter Logistik verläuft die Arbeit auf der Baustelle nahezu reibungslos“, erklärt Dana Brettel.  

Bildergalerie

Nachhaltigkeitsaspekte beim Gebäudeneubau im Fokus

Um den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes im Vergleich zu einem massiv erstellten deutlich zu verringern, wurde der Einsatz ressourcenschonender Materialien in den Fokus gerückt. Angefangen beim Stahl für die Raumtragwerke, der eine Recyclingquote von 99% aufweist, bis hin zu einer hinterlüfteten Fassade aus Fichtenholz-Elementen sowie integrierten Grünbereichen, die zur natürlichen Kühlung des Gebäudes beitragen, Schatten spenden und die Luftqualität verbessern.

Das leicht geneigte Dach wurde extensiv begrünt und erhielt eine Gefälledämmung. Da ein Gründach je nach Aufbau und Bepflanzung 40 bis 90% des Jahresniederschlags zurückhalten kann, fungiert es als eine Art natürlicher Wasserspeicher und -filter. Eine Photovoltaikanlage stellt die regenerative Stromversorgung sicher, die Gebäudeheizung erfolgt über Wärmepumpentechnik, unterstützt durch die bestehende Anbindung an das Fernwärmesystem des Campus.

Zufriedenheit auf allen Seiten

Aus Sicht aller Projektbeteiligten hat sich die Modulbauweise bei dem anspruchsvollen Bauvorhaben sehr gut bewährt. Das Fazit von Dana Brettel als Vertreterin auf Bauherrnseite lautet daher durchweg positiv: „Die Universität Augsburg ist mit dem Neubau auf dem Weg ihrer Entwicklung zu einem wichtigen Life-Science-Standort einen großen Schritt weitergekommen.“

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