ERC-Grant LMU-Chemiker erhält ERC-Grant in Millionenhöhe
Prof. Paul Knochel von der LMU München hat einen Advanced Investigator Grant vom European Research Council (ERC) erhalten. Für die Forschung zu neuen metallorganischen Verbindungen bekommt er insgesamt zwei Millionen Euro.
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München – Prof. Paul Knochel, Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, ist einer von rund 100 Forschern, deren Projekt aus europaweit ca. 10 000 Projektanträgen ausgewählt wurde. „Die Verwendung von metallorganischen Reagenzien hat die organische Synthese stark verändert“, sagt Knochel.
Im Labor von Professor Knochel konnten schon mehrere Methoden von polyfunktionellen Magnesium-Verbindungen entwickelt werden. So zum Beispiel zur Herstellung neuer Magnesium-Intermediate durch eine direkte Einschiebung von Magnesiumspänen in aromatische und heterozyklische Chloride und Bromide unter Verwendung von Lithiumchlorid. „Solche Verbindungen sind wertvoll für die Herstellung pharmazeutisch relevanter Moleküle und neuartiger Materialen“, berichtet Knochel. Die Methoden des Forscherteams sind auch industriell relevant. Es wurden schon mehrere Tonnen einiger der Magnesium-Verbindungen hergestellt und im großen Maßstab verwendet. Mit den Mitteln des ERC-Grant soll die Forschung nun auf die umweltfreundlichen Metalle Zink, Aluminium, Mangan und Eisen ausgedehnt werden.
Das ERC fördert mit dem Advanced Investigator Grant Grundlagenforschung in Europa. Beim ERC waren insgesamt 2167 Anträge aus 36 Ländern eingegangen, die in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt wurden.
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