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Synthese

Magie leicht gemacht: Dispergieren und Homogenisieren von der Entwicklung bis zur Produktion

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Der Dispax-Reactor (DR) ist aufgrund seiner Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die zu mischenden Produkte der Allrounder, wenn es um eine feine Verteilung mit engen Verteilungsspektren geht. Optimale Homogenität und Stabilität von Emulsionen und Suspensionen sind das Ergebnis.

Nass- und Feinstvermahlen harter und körniger Rohstoffe und die Herstellung feinster Emulsionen und Pasten ermöglichen die Module Kolloidmühle (MK) und Konusmühle (MKO). Die Kolloidmühle besteht aus zwei Konen, die an ihrer Oberfläche mit Strömungskanälen versehen sind. Die Konen können gegeneinander bis auf einen Mindestabstand verschoben werden, wodurch sich Durchfluss und Friktion verändern. Durch die Einstellung des Mahlspaltes kann dann die Partikelgröße variiert werden. Die Konusmühle arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie die Kolloidmühle. Die Konen sind jedoch in ihrem Austrittsbereich mit einer abriebfesten, rauen und feinporigen Oberfläche versehen. Dadurch ergibt sich eine größere Reibfläche, die es ermöglicht, bei reduziertem Durchfluss noch feinere Suspensionen herzustellen.

Das diskontinuierliche Modul CMS zum Pulvereintrag übernimmt das chargenweise Vermischen von Feststoffen und Flüssigkeiten. Staub- und klumpenfreier Materialeintrag ist so sicher gestellt. Die CMS arbeitet hierbei im Rezirkulationsverfahren, bei dem die vorhandene Flüssigkeit mit Pulver angereichert wird. Durch die Rezirkulation der Flüssigkeit wird ein Unterdruck erzeugt, welcher das selbstständige Einsaugen von Pulvern ohne zusätzliche Dosiersysteme ermöglicht. Ebenfalls für das Vermischen von festen und flüssigen Stoffen geeignet ist das patentierte Modul Pulvereintrag MHD. Im Gegensatz zur CMS vermischt die MHD kontinuierlich. Neben der raschen Benetzung der Feststoffe und der Vermeidung von Agglomeraten, wird auch homogenisiert und dispergiert. So entsteht in einer Passage das fertige Produkt. Je nach Produkt lassen sich Feststoffanteile bis 80 Prozent und Viskositäten bis 50 Pas mit der MHD realisieren.

Auch für die Entwicklung von Prozessabläufen geeignet

Doch nicht nur für klassische Dispergieraufgaben kann der Magic Lab verwendet werden. Sowohl als Micro Plant als auch als Inline-Gerät ist der Magic Lab eine vollwertige Produktionsanlage. Sie bietet eine enorme Flexibilität zur Ermittlung von Betriebsparametern für ein weitreichendes Scale-Up. Rezepturen lassen sich entwickeln und Prozessabläufe festlegen. Dabei ermitteln Anwender Prozessparameter wie zum Beispiel Drehzahl, Scherfrequenz, Temperatur, Druck, Zeit oder Energie.

Auch für klassische Becherglas-Ansätze eignet sich der Magic Lab. Hierzu wird das auf dem Kopf stehende Gerät mit dem Modul Ultra-Turrax UTC ausgestattet. Dies ermöglicht Ansätze von bis zu zwei Litern.

Mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit

Ausgestattet ist der Magic Lab mit einem Bedien- und Infocenter und kann so völlig autark bedient werden. Mit nur wenigen Handgriffen und Einstellungen ist der Magic Lab betriebsbereit. Die Steuerung kann auch über einen PC mit der IKA-Laborsoftware Labworldsoft erfolgen. So ist der Magic Lab über Fernbedienung steuerbar, erfasst alle wichtigen Prozessdaten und kann vergleichbare Versuche durchführen. Zudem lassen sich hinterlegte vordefinierte Prozeduren abrufen.

Da der geringe Platzbedarf eine große Flexibilität beim Aufstellungsort ermöglicht, wird die Einheit in einer Transportbox geliefert. Die verschiedenen Module liegen in Schubfächern mit vorgeformten Einsätzen. Dies spart langes Suchen und erleichtert den schnellen Auf- und Umbau. Die Antriebseinheit selbst ist in der Kofferseite integriert. An der Rückseite der Box befinden sich die Elektrosteckverbindungen einerseits zum Magic Lab, andererseits zur Stromversorgung.

*M. Künstle, IKA-Werke, 79219 Staufen

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