Mais-Schädling lässt Wurzeln wuchern (Wissenschaftsbild des Tages)
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind schwer behandelbar und bergen das Risiko von Komplikationen, einschließlich Darmkrebs. Besonders betroffen sind junge Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren, bei denen genetische Veranlagungen und bestimmte Faktoren zusammenwirken.
Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben nun einen neuen Ansatz entdeckt, um die anhaltenden Entzündungen zu stoppen. Zwei Botenstoffe des Immunsystems stehen dabei im Fokus: Interleukin-22 und Oncostatin M. Interleukin-22 stärkt die Darmschutzbarriere, während Oncostatin M Entzündungen fördert und eine Kettenreaktion der Immunantwort auslöst. Hohe Werte von Oncostatin M können das Versagen herkömmlicher Therapien vorhersagen. Die Blockade der Oncostatin M-Rezeptoren zeigt jedoch eine vielversprechende Reduktion der chronischen Entzündung und des assoziierten Krebsrisikos – eine Hoffnung für Hochrisikopatienten.
Das Bild zeigt die Treiber der Krebsentwicklung: Der entzündliche Botenstoff Oncostatin M kann vermehrt in der Nähe von Tumoren (rot), weniger jedoch im gesunden Darmgewebe mit normaler Zellstruktur (rechts) beobachtet werden.
Hier gehts zur Originalmeldung
Wissenschaftsbild des Tages vom 05.6.2025 (Bild: Charité | Ahmed Hegazy)

